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Durch die Brille der Vergangenheit betrachten wir jetzt die Zukunft und das heute.

Die Realität ist immer jetzt und jeder sieht sie ein wenig anders.

Denn jeder sieht sie durch seine Brille der Vergangenheit.

Und keiner kann ihr trauen.

Denn die Brille der Vergangenheit täuscht uns oft und verwässert die Gegenwart.

Und ihre schweren Gläser scheinen manchmal unseren Kopf zu senken.

Sie bindet uns und hält uns gefangen In alten Bahnen aus bewussten und unbewussten Überzeugungen, Erfahrungen, Denkweisen, Blickwinkel, Ängsten und Befürchtungen.

Wir sehen durch sie Bilder und Szenarien die nicht real sind.

Und versuchen diese Bilder auf das jetzt zu übertragen und Schlüsse daraus zu ziehen.

Wir blicken also durch eine unwirkliche Vergangenheit auf das hier und jetzt und Morgen.

Und sehen Dinge im Kopf die nicht oder nicht mehr hundertprozentig mit dem jetzt zu vereinbaren sind.

Wir verdrehen und vermischen Ereignisse und würfeln sie im Kopf so zusammen, wie es uns am plausibelsten erschien.

Wir kombinieren und zweifeln eine neue Situation an, weil sie in unserer Erfahrung einer anderen sehr ähnlich zu sein scheint.
Wir trauen uns etwas nicht, weil es einer Situation ähnelt in der wir gescheitert sind.
Wir geraten ins stocken und machen Fehler reagieren über, reagieren gar nicht, reagieren misstrauisch und ungerecht, streiten uns.
Wir sehen Ängste darin wo es keine Gefahr gibt.

Und das alles aufgrund der mehr oder weniger realen Vergangenheit in unserem Kopf und der Gefühle im hier und jetzt die diese Vergangenheit, egal wie verzerrt sie über die Jahre hin ist, auslösen.

Das klare Bild und die Wahrheit geht von Zeit zu Zeit verloren je mehr neuer Staub sich auf der Brille absetzt.

Manches sieht im Nachhinein schlimmer aus als es war
und manches haben wir verdrängt.

Wie können wir sicher sein ob das stimmt was uns die Brille aufzeigt?

Und spielt das gestern überhaupt eine Rolle für das hier und jetzt und Morgen?

So destruktiv, bremsend und verzerrend sie auch ist, so wichtig ist sie auch diese Brille.

Und unsere Erfahrungen sind nicht nur schlecht und unrein, sie sind auch ein Schatz den es zu sortieren und anzunehmen gilt.

Wir müssen das jetzt manchmal mit der Vergangenheit vergleichen und daraus lernen um unser jetzt und Morgen zu verbessern.

Wir müssen uns merken was Gefahr darstellte, um nicht wieder in Gefahr zu geraten.

Doch dürfen wir dabei nicht vergessen, das so manche Gefahr von damals, jetzt keine Gefahr mehr sein muss.

Das was gestern für uns richtig war muss nicht heute noch für uns gelten.

Das was wir Gestern toll oder gut, beängstigend oder schlecht fanden, muss es nicht heute so sein.

Wir müssen wieder öfter abschätzen was wirklich altes und neues ist und lernen neu zu bewerten.

Unsere Blickwinkel, Überzeugungen, Wünsche, Hoffnungen dürfen wachsen und sich neue kalibrieren.

Und wir verändern uns so oder so. In die Richtung die wir wollen oder nicht.

Wir vergessen bei all den Fragen und Vergleichen mit Gestern, die unser Kopf stetig anführt vielleicht, das die Wunder der Welt in jedem neuen Moment zu finden ist.

Kein Moment ist wie der andere.

Heute ist anders als gestern und vorgestern vor 15 Jahren.

Und auch wir sind anders geworden.

Die Brille der Vergangenheit wird uns auch morgen davor bewahren nicht wieder und wieder die Hand auf die heiße Herdplatte zu legen.

Aber

Wir sollten sie nicht überbewerten und erwägen sie von zeit zu zeit mal öfter abzulegen.

Oder zumindest die Brillengläser mal vom alten Staub zu befreien.

Und die Sicht wieder klarer zu gestalten.

Um die Welt wieder hier und jetzt mehr und mehr befreit und unvoreingenommen wahrzunehmen

So wie sie ist.

Und uns selbst die Chance zu geben neue Geschichte zu schreiben.

Eine Geschichte, welche nicht nur eine Verlängerung der alten Muster darstellt.

Die Wahrheit ist Jetzt und nicht Gestern.

Und jede Minute ist ein neuer Anfang.

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