mann an einer mauer die ihm im weg ist

Die Mauer um mich

Die Mauer ist hoch die Mauer ist kalt.
Ich hab sie vorher nie gesehen,
doch jetzt weis ich sie ist schon lange da.
Ich kann sie anfassen,
sie umgibt mich.
Sie bröckelt an einigen Stellen.

Ich möchte nicht dass sie zerfällt.
Ich fühle mich sicher hinter ihr.
Ich geh lieber einen Schritt zurück.
Weis nicht was dahinter ist.

Es könnte vieles sein.
Es macht mir Angst.
Nein lieber bleib ich hier
bei diesen Ziegelsteinen.
Ich werde sie dicker bauen,
sie soll nicht kaputt gehen.

Nehme den nächsten Stein.
Einen nach dem anderen.
Und dann den Letzten,
auf dem steht geschrieben „vertrauen“.
Was soll dass heißen.
Ich weiß es nicht mehr.

Fühle mich schlecht und fühle mich leer.
Vielleicht sollte die Mauer noch dicker Sein.
Doch ich hab keinen einzigen Stein mehr und bin erschöpft,
Ich leg mich lieber hin.
Doch die Gedanken sind laut.
Frage mich immer wieder, was ist wohl der Sinn.
Gibt es noch andere Menschen hinter Mauern.
Hab ich sie erschaffen oder jemand anderes.

Ich fühle mich allein. Keine Steine mehr da.
Aber die Mauer wird halten. Oder nicht?
Ich trete noch mal heran.
Sie bröckelt schon wieder
dass gibt es doch nicht
fühle mich kraftlos doch was soll ich  tuhn.

Die Unsicherheit bringt mich noch um.
Finde keine Ruhe mit mir selbst.

Ich hab keine Wahl.
Mein Entschluss steht fest.
Ich muss es schaffen.
Muss all meinen Mut zusammenraffen.
Mich erheben und die Mauer überwinden.

Nur dort kann ich wahrscheinlich neue Ziegelsteine finden.
Georg Kirschstein

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