kennst DU dich genauer mit der VOLKSKRANKHEIT Depression aus?

Nicht?

Komisch, oder? Das Thema müsste dir eigentlich doch sehr bekannt sein, da es sich doch um eine VOLKSKRANKHEIT handelt!

Keiner redet darüber …? Alles klar, denn genau hier liegt der FEHLER.

Ich möchte DICH entführen in eine verborgene Welt, die aber so viel Menschlichkeit besitzt, dass es einfach nicht richtig wäre Dir diese Welt vorzuenthalten!

Wichtigste Regel und immer im Hinterkopf behalten ;-)!

Reduziere niemals einen Menschen auf seine Krankheit!!!

Hattest du schon Kontakte mit körperlich behinderten Menschen und vor allem auch genau dabei hingehört, ja richtig, ich meine hingehört? Du wirst feststellen, dass sie von HERZEN lachen können. Weißt Du wie KOSTBAR das ist? Das würde ich auch sehr gerne wieder einmal tun, aber dieses Glück ist für mich derzeit meist unerreichbar. Wer hat nun die größere Behinderung? Bitte verstehe Behinderung in diesem Satz richtig? Die körperliche Behinderung hat ein GESICHT, doch meine Behinderung – ist GESICHTSLOS. Der Unterschied liegt in der SICHTWEISE des Betrachters.

Also halten wir fest – ich bin genauso behindert! Nämlich zeitweise behindert, ein glückliches Leben zu führen, obwohl ich materiell und menschlich alles um mich herum besitze, nämlich eine Frau, 3 Kinder, einen Hund und eine Katze, ja gut auch noch drei Schnecken!

In meiner Freiburger Selbsthilfegruppe ergeben sich sehr intime Einblicke in das Leben depressiver Menschen. Selbsthilfegruppe-Depression ist auch ein von VORURTEILEN geprägter Begriff. Ich nenne es lieber treffender LEBENSSCHULE, mich zu schulen, auf was es im Leben wirklich ankommt! Jedes Mal wenn ich das Glück habe, an dieser Lebensschule teilnehmen zu dürfen, entdecke ich eine Welt von ganz besonderen, hochsensiblen Menschen, die die Gabe besitzen, Komplexes mit wenigen Worten sehr treffend zu formulieren. Wenn ich dann tief beeindruckt und seelisch berührt aus dem Fenster auf die dunklen Gehsteige Freiburgs schaue und die „normalen“ Menschen beobachte, die Getriebenheit, die Ernsthaftigkeit und die Kälte in ihren Gesichtern sehe, denke ich, DIE Leute sind wirklich krank oder machen sich krank. Sie laufen vorbei an den schönen Dingen des Lebens, ausgerichtet auf Kommerz und Materielles.

Man darf groß denken, entscheidend ist aber, die kleinen Dinge im Leben dadurch nicht zu übersehen, denn diese Kleinigkeiten ergeben das GROSSE, das ist der Weg zum Glück! Wir haben also auf irgendeiner Weise alle unsere Behinderungen, nur bei einem sieht man sie, bei den meisten sieht man sie aber eben nicht. Wir haben alle eine große Gemeinsamkeit – WIR SIND ALLES MENSCHEN und ich kann euch nur empfehlen, es lohnt sich sehr, auch einmal hinter die Masken der Menschen zu schauen. Ich kann euch VERSPRECHEN, es werden sehr berauschende drogenfreie Erlebnisse – es wird der Rausch der Menschlichkeit, des füreinander da sein, Werte die in unserer Welt immer mehr verloren gehen, weil wir uns immer weiter von unserem eigentlichen Ursprung entfernen, in einer immer mehr krankmachenden Welt.

Ich habe das schwerste Jahr in meinem Leben hinter mir – aber ich danke Gott für meine Depression! Vielen Dank für den Blick in eine verborgene Welt der menschlichen Nähe. Wir sollten alle anfangen auf diese Weise über Depression zu sprechen, ich meine damit auch DAS Positive sehen, dass die Krankheit mit sich bringt. Denn es gibt nicht nur negatives an einer Krankheit, dein Körper sagt dir nur, dass du genauer hinhören solltest und zwar nicht auf deinen Kopf, sondern auf deinen Bauch!

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest! Vielleicht erfreuen wir uns dieses Jahr ein Stück weniger an materiellem und DEM perfekten Essen, sondern lenken unsern Hauptaugenmerk auf die Gespräche mit den Menschen die wir LIEBEN! Ein Gespräch kann ein wirklich großes Geschenk sein. Ich habe es letztes Jahr immer wieder erlebt.

Liebe Grüße,

Daniel!

P.S.: Finde den Weg in eine Selbsthilfegruppe!

 

 

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