Depression ist kein Dauerzustand!

trauriger junger mann

Foto: Miles Styles

Der Tod von Andreas einem guten alten Freund war mitunter der Hauptanlass für mich, diesen Blog ins Leben zu rufen.

Er war noch jung hat immer viel gegrinst gelacht und geredet. Biss er sich irgendwann völlig überraschend das Leben genommen hat.
Niemand aus seinem direkten Umfeld konnte ihm etwas ansehen oder hat etwas gemerkt.
Auf die Fragen, wie geht es dir? Kam immer nur „gut“ „super“ „sehr gut“ oder „Klasse“.

Und leider kennt doch  irgendwie jeder so etwas.

War es seine Kindheit?
Haben wir ihn falsch behandelt?
Hätten wir vielleicht?
Und das große „WARUM“ sind die dringendsten Fragen, die bleiben.

Hätte ich doch nur mehr Zeit mit ihm oder ihr verbracht und wäre ein besserer Freund, Partner, Kollege etc. gewesen.

Auch im Fall von Andreas war es schwierig denn er wollte immer stark sein und keiner konnte etwas ahnen. Wie so oft.

Und „hätte“ fragen, bringen einen im Leben nun auch nicht weiter.

Geschweige denn Leute wieder zurück.

Fakt ist, viele Menschen grinsen ihre Probleme weg.
Nach dem Motto, Hauptsache der Nachbar merkt nichts.
Nur das sie leider dadurch keinesfalls verschwinden, sondern sich vielmehr anstauen und anhäufen.

Unter der Fassade brodelt es leider bei vielen.
Manche investieren so viel Kraft in die Aufrechterhaltung dieser Scheinwelt, dass sie keine Kraft mehr für das Leben selbst haben.

Welche Gründe gibt es in diesen Teufelskreis der Depression zu rutschen?

Gründe in eine Depression zu rutschen gibt es viele. Schicksalsschläge, Verlust, schwaches Selbstvertrauen, Traumata, andere Kindheitserinnerungen, Drogen, Alkohol, Mobbing, Krankheit, Beziehungsprobleme, Schuldgefühle, Einsamkeit, Sucht, Ängste, usw.

Alles absolut natürliche und menschliche Dinge, Vorgänge und Emotionen die in einem jeden Leben auftreten können. Und teilweise mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einmal auftreten werden.
Doch machen uns diese Dinge nur im Übermaß krank und nur dann, wenn wir sie nicht beachten und ernst nehmen.
Zusammen mit wenig Sonnenlicht Bewegung an der frischen Luft schlechte Ernährung und wenig Zeit für sich selbst und sein Inneres, gekoppelt mit ungesunder Lebensweise und Hektik, ergibt das den perfekten Nährboden für eine Depression.

Und oft ist es eine Kombination aus vielen dieser und anderer Faktoren. Die durch Erlebnisse ausgelöst wurden, die zur Depression führen.

trauriges deperssives kind
Meistens liegen die Ursachen bereits in der Kindheit als wir am wehrlosesten und machtlosesten waren. Diese machtlosigkeit kommt bei Depressionen wieder zum vorschein. Nur dass wir anders als in unserer Kindheit diesmal lernen können sie anzunehmen sie zu kontrollieren und sie zu heilen.

Suizid durch Depression nimmt leider auch in allen Altersgruppen zu.
Gerade in der westlichen modernen Welt sind Depressionen, Burnout und andere psychische Krankheiten auf dem Vormarsch. Doch so weit muss es absolut nicht kommen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitsstier und kennt nun mal nur das was er kennenlernen konnte und erfahren hat im Leben, dass gewohnte also.

Umso mehr dass gewohnte auf Oberflächlichkeit und maschinellem funktionieren aufgebaut war, umso schwerer wird es einem fallen, die ersten Schritte, zum sich selber als Mensch kennen lernen, zu gehen und ehrlich zu sich selbst zu sein.
Haben die Eltern schon jede Art von Gefühlen versucht zu verstecken so wird man sich auch selbst in Krisen später schwer tun, die menschlichen Gefühle herauszulassen anzunehmen und zu verarbeiten.

Es ist traurig das immer wieder Leute ihr Leben deshalb wegschmeißen. Auch die Folgen für Familie Freunde und Angehörige, sind oft große Trauer und sogar Depressionen. Es zieht immer viel mit sich für die Angehörigen und verbliebenen einen geliebten Menschen zu verlieren.

Allerdings spielt das alles für den depressiven ab einem gewissen Punkt, dem absoluten Nullpunkt, keine Rolle mehr.
An diesem Punkt ist der jenige soweit unten, dass er seit langem mal wieder nur an sich denkt.
An diesem Punkt gibt es für den Betroffenen nur noch leben oder sterben.

In einer Depression ist die Wahrnehmung und das Selbsteinschätzungsvermögen beeinträchtigt. Auch die Biochemie im Gehirn verändert sich, so werden zum Beispiel deutlich weniger Serotonin und andere Glückshormone ausgeschüttet als in Zeiten deiner Gesundheit. Deine Stressanfaelligkeit nimmt zu und die Nerven reagieren empfindlicher auf Reize.

gehirnchemie-in-der-depression

Wie kann ich reagieren wenn der Spaß am Leben plötzlich weck ist?

Der erste wichtige Schritt da rauszukommen ist sich einzugestehen dass man erkrankt ist, dass etwas nicht stimmt und dass es im Leben besser sein kann als es momentan ist.
Dabei spielt es keine Rolle ob du eine leichte eine mittlere oder bereits eine schwere Depression hast.

Studien beweisen, dass jeder Mensch mindestens einmal im Leben, eine Depression hat. Und die meisten kommen aus dieser, vor allem mithilfe von Therapie  auch wieder heraus.

Eine Depression ist absolut heilbar.

Doch in der Phase der Depression selber denkt man oft nicht so weit, man sieht keine Hoffnung mehr und kann sich kaum vorstellen das es einmal wieder besser sein kann und wird.

Deshalb ist es am allerbesten und sehr wichtig schon vorher bewusst zu leben sich selbst immer wieder zu beobachten und zu reagieren bevor man überhaupt depressiv wird.

In eine Depression rutscht man oft nicht von heut auf morgen.
Das geschieht meist schleichend und über Wochen und Monate hinweg.

 Wie merke ich dass sich für mich handeln sollte?

Eine Depression kann sich verschieden äußern. Meist wird man sehr lustlos, traurig, unzufrieden, abgeschafft und negativ,dass klare denken fält schwer,mann wird langsamer und ängstlicher nur um einige der Symptome aufzuzählen. Man stellt sich Fragen wie“ warum mache ich das eigentlich wo ist der Sinn? Ich werde doch eh irgendwann sterben“.
Man sieht keinen Sinn mehr in allem.

Manche stürzen sich in die Arbeit um sich abzulenken. Andere wiederum können nur noch im Bett liegen. Meistens fühlt man eine starke leere in sich, es gibt wenig was einem Freude bereitet. Man ist enorm kraftlos, Sachen die man früher gern gemacht hat, erscheinen einem sinnlos.

Der Betroffene ist wenig fähig Entscheidungen zu treffen und die Konzentrationsfähigkeit sinkt rapide. Ängste sind stark ausgeprägt man hat ständig Angst etwas falsch machen zu können, was den Selbsthass noch verstärken könnte. Die Gedanken drehen sich im Kreis und die Freude an sozialen Kontakten nimmt ab.

Dadurch dass man die Situation einfach nur weck haben möchte und verdrängt, entsteht starke Unruhe in einem. Das selbst den Teufelskreis von Selbsthass Ablenkung und Depression noch weiter in Gang setzt.

Manche Menschen wiederum reden ununterbrochen und wollen somit andere auf Distanz halten und die Fassade aufrechterhalten. Sie zwingen sich zum Schein ihre sozialen Kontakte weiterhin aufrecht zu erhalten obwohl sie auch darauf eigendlich meist keine Lust mehr haben.

Auch die Diskriminierung und Gewalt gegen andere kann ein Selbstschutz sein und Verzweiflung über die eigene Situation ausdrücken.
Körper und Psyche hängen untrennbar miteinander zusammen. Also kommen oft mit der Zeit auch körperliche Probleme zu alldem noch hinzu. Diese werden als psychosomatische Probleme bezeichnet.
Zum Beispiel haben Nacken und Rückenschmerzen und Verspannungen oft psychische Ursachen.

Es ist hierbei wichtig zu wissen, dass jeder gesunde Mensch mal ein paar lustlose Depri-Tage hat ohne gleich depressiv erkrankt sein zu müssen. Auch Bipolare Depressionen sind weit verbreitet. D. h. einer depressiven Phase folgt eine Phase der Überschwänglichkeit der super guten Laune die sich am Ende wieder mit einer depressiven Phase abwechselt.
Auch diese Form der Depression kann sehr zermürbend sein.

traurig froh Merrick Monroe happy sad Foto

Foto: Merrick Monroe

Wie gesagt aber auch hier gilt nicht jeder der viel grinst und lacht und redet ist gleich depressiv. Und auch nicht jeder der schüchtern und zurückgezogen lebt, befindet sich in einer Depression.
Aber das können auf jeden Fall alles Anzeichen sein und sollten einige der Symptome längere Zeit auftreten ist es ratsam sich mal durchchecken zu lassen.

Jeder Mensch hat Schicksalsschläge und geht hin und wieder durch schwierigere Zeiten im Laufe seines Lebens. Nur so lassen sich auch die guten zeiten richtig geniessen.
Haben wir jedoch ständig angst vor Rückschlägen, Verletzung und Krisen. So erschaffen wir noch vielmehr Rückschläge,Verletzung und Krisen und können die guten zeiten nichtmehr sehen und geniessen. Und beschweren uns, das  dass Leben so hart zu uns ist. Dabei warten wir nur (ob bewusst oder unbewusst) auf die nächste Krise. und vergessen die schönheit dess Lebens .

Diese Angst ist auch weit verbreitet bei den Menschen, macht auch depressiv und tritt auch immer in Depressionen auf, kann aber auch behoben und geheilt werden.

Und auch sich Zeit für sich selbst zu nehmen, Zeit für Trauerverarbeitung, Stressbewältigung Aufarbeitung des Gedankenmülls ist sehr wichtig. Sollte eine schwere Phase länger anhalten und sich so auswirken, dass nichts mehr so richtig Spaß bereitet im Leben dann sollte man mal mit seinem Hausarzt drüber sprechen oder direkt einen Therapeuten suchen. Es gibt heutzutage in jeder Ecke Psychotherapeuten und das sollte die geringste Hürde sein um wieder Freude Spaß Leichtigkeit und Leidenschaft im Leben zu haben.

Leider ist es aber immer noch eine Riesenhürde, für viele Menschen sich überhaupt einzugestehen, dass etwas nicht stimmt.
Dabei macht genau dieser Schritt der selbst Ehrlichkeit schon mindestens 50 % der Heilung aus und ist schon der halbe Weg zu einem wundervollen Leben.

Scham und Angst spielen leider auch eine Riesenrolle dabei. Jemand vom Umfeld könnte etwas mitbekommen und man traut sich gar nicht erst darüber zu reden. Gerade Männer haben da große Probleme.
Aber auch viele Frauen wollen Ihre Freunde oder Verwandten oft nicht mit ihren Problemen belasten. Gerade junge Menschen wollen cool sein und meinen im Leben geht es um kämpfen. Und darum keine Schwäche zu zeigen. Dabei weiß heute jeder tief im inneren das cool sein ganz sicher nicht heißt oberflächlich und unmenschlich zu reagieren und seiner Natur als Mensch entgegenzuwirken.

Stärke ist die Fähigkeit Schwäche zeigen zu können!

Auch, wenn das am Anfang leichter gesagt als getan ist.
Denn die Angst eventuell weitere Nadelstiche in die Wunden zu bekommen ist bei jedem groß der einmal angeschlagen ist.

Und es bedarf immer eines Prozesses wahre stärke zu lernen.
Sowie zu lernen ehrlich zu sich selbst zu sein und sich nicht nur als Opfer zu sehen und generell alle Verantwortung für sein Schicksal abzugeben.

Das nur allzu menschliche verhalten der Verdrängung klappt auch oft eine Zeit lang ganz gut. Bis man immer tiefer in die Depressions Falle rutscht. Es entwickelt sich ein negativer Teufelskreis. Umso mehr man sich und den anderen etwas vormacht, umso mehr steigt der Hass oder die Wut auf sich selbst, umso mehr beschleunigt sich die Depression. Ablenkungen wie Esssucht, Drogen, Alkohol und andere Süchte geben einen beständigkeits Ersatz und beschleunigen die Misere ebenfalls.

Man entfernt sich dadurch noch mehr von seinen Gefühlen und das kann niemals dauerhaft gut gehen.

Am besten man lässt es wie gesagt gar nicht erst so weit kommen doch meistens geschieht das Ganze ja schleichend und wenn man nicht bewusst genug lebt und nicht auf sich achtet, bekommt man diesen Prozess leider nicht mit. Bis man irgendwann morgens aufwacht und sagt so kann das nicht weitergehen. Leider bedarf es oft erst einer Depression bis der Mensch lernt sich zu respektieren und bewusst zu leben und dies auf sein restliches Leben anwenden kann.

maske abnhemen

Aber egal wie weit man in einer Depression oder depressive Phase sitzt man kann da immer wieder rauskommen.

Auch die Gesellschaft spielt leider bei der falschen Einschätzung psychischer Erkrankung und somit für die Suizidrate eine entscheidende Rolle. Psychotherapie wird leider immer noch mit etwas negativem gleichgesetzt sowie Klapse oder Irrenhaus und wurde oft verpönt.
Durch dieses altmodische Denken und auch durch Film und Fernsehen wurde ein völlig falsches Bild darauf geworfen.

Ein depressiver ist nicht geistig behindert oder sonst etwas, genauso wenig wie jemand der Schnupfen hat geistig behindert ist. Unwissenheit spielt dabei auch seine Rolle. Oft wollen Menschen sich auch über etwas lustig machen von dem sie selber Angst haben, denn jeder der nicht eine bestimmte geistige behinderung hat, hatt Angst vor seinen eigenen Gefühlen. zumindest so lange bis er sich damit auseinandergesetzt hat und gelernt hat das es natürlich ist Gefühle zu haben.
Egal ob positive oder negative Gefühle sie wurden uns von der Natur gegeben und haben ihren Sinn und ihre Berechtigung.

Eine Psychiatrie, psychiatrische Anstalt oder psychosomatische Klinik ist nicht gleich eine geschlossene psychiatrische Anstalt wo beispielsweise unter anderem stark schizophrene oder Vergewaltiger sitzen. Man wird auch nicht gegen seinen willen mit Drogen oder Beruhigungsmitteln voll gepumpt. Dies alles ist ein völlig falsches Bild von der Medizin des Menschen.
Vielmehr wirst du in solchen Einrichtungen unter anderem neue Erkenntnisse zum Leben und zu dir selbst finden, die vielleicht wunderbarsten Menschen deines Lebens kennenlernen, lernen so zu sein wie du wirklich bist und viele Werkzeuge für die Zukunft mitnehmen.

In Amerika gehört der gang zum Psychotherapeuten genauso zur Pflege wie der gang zum Hausarzt oder zum Zahnarzt. Denn in vielen anderen Kulturen ist schon längst klar, das Seele und Körper untrennbar miteinander vereint sind und das eine nicht ohne das andere dauerhaft gesund existieren kann. So gibt es auch viele uralte Relikte in verschiedenen anderen Kulturen für Seelenberatung Psychotherapie Heilung des Geistes usw.

In Bezug auf die Therapieformen der heutigen Zeit gibt es einige Unterschiede.
Die gängigsten sind zum Beispiel
Verhaltenstherapie
Psychoanalyse
Tiefenpsychologie
Hypnotherapie
psychiatrische Psychotherapie

Es gibt viele verschiedene behandlungsmethoden von denen je nach Krankheitsbild entschieden werden muss welche am geeignetsten fuer den Patienten sind z.b Einzeltherapie,Gruppentherapie, Gestalltungstherapie (um z.b  seine Kreativitaet wiederzufinden) Ahtemtherapie, Musiktherapie ,Entspannungstherpien, Familienausfstellungen und viele mehr.

Das ist auch immer von dem Therapeuten oder dem Klinik konzept abhängig.

Woher weiß ich welche Therapieform für mich die geeignetste ist?

Es ist gerade in einer Depression zunächst nicht vordergründig welche Form der Therapie du wählst. Wichtig ist erstmal dich bei deinem Hausarzt und oder möglichst vielen Therapeuten zu melden um eine Erstberatung zu bekommen. Am besten so viele wie möglich Anschreiben anrufen und nach Terminen fragen.

Es geht nämlich darum sich erstmal darüber bewusst zu werden auch Hilfe haben zu können und es geht darum so schnell wie es geht einen Anfang vom Ende der Depression zu setzen und daraus zukommen. Dann wirst du auch zu den für dich passenden Leuten weitergeleitet und es wird gemeinsam herausgearbeitet welche weiteren Schritte am geeignetsten für dich sind.

gute Anlaufstellen zur Beratung und zur schnellen Hilfe sind auch.

Die Bundesweite Telefon Seelsorge in Deutschland
+49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei)
+49 (0)800 111 0 222 (gebührenfrei)

sowie die Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Im allergrößten Notfall kann selbstverständlich auch der Notruf 112 gerufen werden.

Tuhe niemals etwas im Leben aus Verzweiflung und einem nicht klaren Kopf heraus was du nicht rückgängig machen kannst.
Du würdest es wenig später schon bereuen.

Foto Mayko Gate of Wonderworld

Foto von: MayKo

Woher weiß ich welcher Therapeut gut für mich ist?

In der Regel hast du bei jedem Psychotherapeuten kostenlose Probestunden wo du dir ein erstes Bild vom Therapeuten machen kannst und schon eine erste Grundberatung bekommst alles nach den Probestunden läuft über die Krankenkasse und kostet dich ebenfalls nichts, es sei denn der Therapeut nimmt nur Privatpatienten an.
Das steht aber meistens schon in der Ausschreibung.

Am besten du suchst dir mehrere Therapeuten raus gehst zu den Probestunden und guckst wo du dich am meisten wohlfühlen kannst.
Manche wollen lieber einen Mann als Therapeuten und andere fühlen sich bei weiblichen Therapeuten wohler aber jeder Therapeut ist besser als gar keiner in der Depression oder einer sehr schlechten Phase. Alles weitere wird der Therapeut mit dir besprechen ob und wie-weit, weiter verfahren wird.
Die Therapeuten kennen noch viele andere Therapeuten und leiten einen im Notfall auch gerne weiter.

Wichtig auch hier, Therapeuten sind keine Zauberer und auch nur Menschen am meisten hilft in der Therapie dass sie einem zuhören. Und zwar auf eine Art, wie es kein Mensch der einen liebt oder mag, kann. Bekannte sagen meistens Sätze wie “lass den Kopf nicht hängen“, oder “das wird schon wieder“ oder “du packst das“. Was ja auch alles lieb gemeinte Ratschläge sind, nur leider helfen die dir herzlich wenig in dieser Situation.

Außerdem kann man sich einem Therapeuten oft auch nach kurzer Zeit schon sehr gut öffnen, weil sie es ja gewohnt sind Probleme zu hören und ihr Geld damit verdienen. On top kommt natürlich auch die Tatsache, dass sie es in jahrelanger Ausbildung gelernt haben. Oft geben sie dir auch noch Tipps und Hilfe für den Alltag allgemein auch wichtig zu wissen man kann jederzeit abspringen, wenn man sich nicht wohl fühlt und den Therapieplatz wechseln.

Mit der Zeit kann das sogar richtig Spaß machen so viel über sich selbst, die Menschheit, Psychologie und die innere Welt zu erfahren. Und so viele Selbsterkenntnisse und Wissen zu erlangen.

In jedem Falle ist dieser Abschnitt der Therapie, eine gute hilfreiche heilende und spannende Sache zugleich. Zudem lernt man enorm viel und jedes weitere tief in Zukunft wird einem viel weniger gefährlich und beängstigend erscheinen. Da man viel Wissen und mit der Zeit deutlich mehr Gelassenheit in Bezug auf Niederschläge entwickelt, sich selbst viel besser kennt und einschätzen kann.

Auch bei einer Trauerphase einem Schicksalsschlag oder anderen Belastungen wie z.b Mobbing,Verlust,starke Angst oder längere Abgeschlagenheit ist es gut sich sofort Hilfe zu holen und sich mal durchchecken zu lassen.

Wenn, es dir peinlich ist und du Angst hast das dein Umfeld mitbekommt wie es dir momentan geht, dann geh heimlich zur Therapie, du musst es keinem sagen, wenn du dich nicht wohl damit fühlst. Und das ist absolut verständlich ich konnte auch er später als ich mehr über mich und meine Depression gelernt hatte damit umgehen und mich anderen im Bezug darauf öffnen, das ist menschlich.

Hier kannst du unter anderem Therapeuten raussuchen
www.therapie.de
www.jameda.de

Hast du deinen Therapeuten gefunden solltest du dich nicht unter Druck setzen und dir die nötige Zeit zum gesund werden nehmen. Natürlich möchte man so schnell wie es geht raus aus der Situation, doch du solltest akzeptieren dass weder der Job noch die Familie noch Geld noch Freunde noch irgendetwass anderes außer dir und deiner Gesundheit jetzt wichtig ist. Druck erzeugt nur Gegendruck und verlangsamt den Heilungsprozess die Natur macht hier die Regel und nicht dein Arbeitgeber dein Partner oder die Zeit. Verpflichtungen, und die Worte „müssen“ und „sollen“ sind jetzt gleichgültig denn alles spielt keine Rolle wenn du nicht gesund bist.

Auch wenn du dich vielleicht die ersten Sitzungen noch nicht gleich super gut öffnen kannst dann geht es eben nicht und jeder Therapeut weiß das und wird auch keinen Druck auf dich ausüben.

Irgendwann fliest es von selber und man wird staunen auf was für Erkenntnisse man selbst kommen kann und wie man sich von Sitzung zu Sitzung selber besser kennen lernt einfach durch aussprechen des Innenlebens.
Dies ist ein wunderbares, befreiendes und erleichterndes Gefühl zugleich.

Felsenland Klinik dahn Psychosomatik
Bei mittleren und schweren Fällen kann es auch sinnvoll sein, über eine stationäre Behandlung zu sprechen, dies kann auch schon mit dem Hausarzt passieren, ohne vorher in ambulanter Behandlung gewesen zu sein.
Du Kannst dir unabhängig selbst auch eine Klinik heraussuchen und diese zur Beratung kontaktieren.

Hier wirst du unter anderem fündig bei der Kliniksuche

www.depressionsliga.de
www.klinikbewertungen.de
www.jameda.de

Eine klinische Therapie ist sehr empfehlenswert da man viel Zeit und Ruhe für sich selbst hat auf viele interessante Mitpatienten trifft (von denen man auch viel lernen kann und reflektiert wird) und nicht schnell abgelenkt werden kann von seiner Außenwelt.

In den meisten fällen bekommst du auch ein Einzelzimmer.

einzelzimmer Klinik psychosomatik

 Sind Medikamente wie Antidepressiva empfehlenswert und wirksam?

Gegebenenfalls kann in Absprache mit dem Arzt auch entschieden werden ob eine medikamentöse Behandlung zusätzlich zur Therapie angebracht ist. Hierbei ist allerdings wichtig zu wissen, dass kein Antidepressiva allein einen aus der Depression holt. Man fühlt sich zwar oft nach einer kurzen Einstellungsphase schnell wieder besser. Ganz einfach dadurch, dass der durch die Depression aus dem Gleichgewicht geratene Serotoninspiegel wieder auf Normalniveau angehoben werden kann. Allerdings die Ursachen der Depression sowie dauerhafte Heilung kann durch Medikamente nicht behoben werden. Nur mit gleichzeitiger Anwendung von Therapie können Medikamente unterstützend den Heilungsprozess beschleunigen.

Moderne Antidepressiva sind sehr nebenwirkungsarm und können bei richtiger Einstellung etwa 30 % zum Erfolg beitragen und einem,
gerade in einer mittleren bis schweren Depression, schnell kurzfristig wieder etwas Luft verschaffen und auf die Beine helfen. Gerade auch bei Suizidgefahr ist zusätzliche medikamentöse Behandlung sinnvoll. Aber das muss von Fall zu Fall zusammen mit dem Arzt entschieden werden.

Die besten Methoden der Heilung gehen immer mit der Natur und deinem Körper zusammen in einklang.

Das menschliche Gehirn ist unglaublich faszinierend und komplex und es entwickelt mit jeder neuen Erkenntnis und jedem neuen Glaubenssatz neue Strukturen und Verbindungen die wiederum die Entwicklung neuer positiver Strukturen vorantreiben. Und so beschleunigt sich der Prozess von mal zu mal mit jedem guten Gedanken zu dir selbst und deinem Leben wirst du den Heilungsprozess deutlich vorantreiben können. Das geschieht nach einiger Zeit dann zum Großteil auch unbewusst und du musst gar nicht viel machen. Auch der Serotoninspiegel wird durch die neuen Strukturen und Gedanken wieder ansteigen und du leichter und Stress resistenter durch den Tag gehen und mehr Glücksstoffe ausschütten.

Du bist dann in dem, wie ich ihn nenne, positiven Teufelskreis. Ab hier geht’s  bergauf und nie wieder so tief runter, wie vor deiner ersten Depression, egal was kommt.

Am Ende wirst du vileicht auch feststellen das wenn du anderen von deinem prozess erzählst.
Du keineswegs auf ablehnung stößt. Viele Menschen sehen dich eher noch als wahren Menschen an, wenn Sie wissen du hast auch schwere Zeiten durchlebt. Du wirst sehen viel mehr Menschen werden sich dir öffnen und fühlen sich in deiner Nähe wohl, denn vor dir brauchen Sie Ihre Maske nicht zu tragen. Und du ziehst auch die richtigen Menschen, die dir gut tun und nicht oberflächlich sind in, dein Leben.

Und selbst wenn du schon in deiner Depression gern für andere da warst und mit letzter Kraft anderen geholfen hast (wie wir alle wissen ist in jeder Phase meistens, das für andere da sein, einfacher als für uns selbst dazusein).
Dann wirst du sie es noch viel mehr genießen und du kannst noch viel besser und von ganzem Herzen für andere Menschen da sein und dein Wissen weitergeben denn jetzt schätzt du dich selbst respektiert dich und bist zuerst für dich da und hast viel mehr Kraft und Erfahrung auch anderen ehrlich helfen zu können ohne dich dabei zu vergessen.

Pass auf dich auf und rutsche am besten gar nicht erst in eine schwehre Depression. Und sei dir immer Bewusst du musst da nicht allein durch, Hilfe ist immer da du musst sie dir nur nehmen.
Und all das ist menschlich genau wie eine Depression auch menschlich ist und wie jede andere Krankheit, ist sie nur eine Warnung, eine Reaktion auf eine Aktion und will dir nur etwas mitteilen.

Investiere die Kraft die du hast also lieber in die Heilung deiner Depression und nimm dein Schmerz an, lass alles raus und nimm dir die Zeit für dich die du brauchst egal was ist. Besser als für alle Zeit den Schmerz mit dir herumzutragen depressiv und voller Selbstmittleid all deine Kraft in ein falsches grinsen in Verdrängung und eine Fassade zu investieren. Oder dein Leben gänzlich wegen einer Depression Weg zu schmeißen und aufzugeben.

Und auch wenn es immer mal Schicksalsschläge schwache Phasen und Probleme geben kann und geben wird im Leben. So wirst du nie wieder soweit unten sein wie du es bei deiner ersten Depression warst. Und du wirst dein Leben viel gelassener und besser genießen können. Denn keine Krise und kein Schicksalsschlag kann dich jemals mehr so weit runterziehen wie der erste. Denn jetzt hast du das Wissen und das Werkzeug um zu begreifen wer du bist und das die Krisen dich nicht umbringen und zum Leben dazu gehören und du gestärkt aus ihnen hervorgehen wirst.
Und da der Mensch bekanntlich ein Gewohheitstier ist, wirst du dich an deine neue starke, selbst Liebende und selbst achtsame Situation schnell gewöhnen, so das es Krisen und Schicksalsschläge schwer haben werden dich runterzuziehen und du automatische Schutzwälle hast die nichts mit der Schutzmauer und dem Einkesseln zu tun haben, dass du wie so viele, vileicht auch während der Depression praktiziert hast.

Wir lernen nie aus doch wenn du dich im Umgang mit Krisen und schmerzbewältigung schon ein bisschen kennengelernt hast dann hast du ein super Fundament für die vielen neuen Abenteuer und die Erkenntnisse die in diesem spannenden Leben noch auf dich warten.

So wirst du sehen das zu schon bald das Leben wieder mit all seinen wunderschönen Höhen und Tiefen genießen kannst und sehen wie leicht das Leben eigentlich sein kann. So bist du auch bald wieder auf den Pfad an dem du von ganzen Herzen lachst und Mut hast auch mal richtig traurig sein zu dürfen ohne gleich angst haben zu müssen wieder Depressiv zu werden.
Auf dem Pfad authentisch zu sein dich selbst zu schätzen und zu achten.

Die wichtigste Zeit ist Zeit die du dir für dich selbst nimmst.

Und du bist nicht allein

Viel Erfolg und alles Gute auf diesem Abschnitt deines Weges.
georgey

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