Das Leben ist keine Fahrt zum Grab, bei der man ständig gelangweilt oder gestresst auf die Uhr guckt und bei der man versuchen soll möglichst sicher, unversehrt und schön dort anzukommen.
Es ist vielmehr eine Reise voller Höhen und Tiefen bei der man am Ende sagen sollte, “ Woooow was für eine Fahrt “.

Wir leben nicht auf diesem Planeten, um irgendwann möglichst unverbraucht und gutaussehend aufzuhören zu leben.

Oder?

Haben wir aber nicht all auch diese lebensbedrohlichen, bremsenden Anteile in uns? Diese zurückhaltenden Zweifel, Ängste und Bequemlichkeitsgedanken.

Manchmal sind wir ihnen verfallen und viele schaffen es nicht, sie ausreichend zu bändigen.

Schleichend lassen sie sich, Jahr für Jahr, weiter und tiefer von ihnen in den Sessel drücken.

Manche Menschen scheinen nur noch zu leben um möglichst sicher, ungezeichnet und makellos ins Grab zu steigen. Möglichst ohne (weitere) Narben, Kratzer und Erfahrungen.

Sie behandeln sich wie ein wertvolles Auto das ständig nur in der Garage steht und nie seine Fähigkeiten austesten und an seine Grenzen gehen darf. Ein wunderschönes starkes und robustes Auto, ohne jegliche Kratzer, das nur irgendwann verschrottet wird, weil der Motor festgerostet ist oder ein Marder die wichtigsten Kabel durchgebissen hat.

 

Du willst immer nur Sicherheit und Sicherheiten.

Du willst nie frieren nichts riskieren,
nichts einsetzen und geben.
Du denkst, Leben bedeutet nicht zu streben.
Und du magst lieber vermeiden dich zu entscheiden.

Du willst keine Fehler machen.

Du willst nichts versuchen und probieren.
Dich schonen und nie verbiegen, nichts investieren.
Dich um Himmels willen nie blamieren, niemals scheitern und versagen.
Ja, du musst dich fragen:
Ist es wert deswegen echte Lebenszeit zu vergeben?

Magst du nicht irgendwann den kurzfristigen Komfort gegen langfristiges Glück eintauschen?

Nicht über deine Kopfgrenzen gehen und die echten Grenzen sehen?

Willst du dich immer weiter schonen?
Nie anecken, nie auf den Tisch klopfen, nichts bezwecken?
Du magst da bleiben, wo du gerade bist.
Ohne Zeichnungen der Geschichte.
Ohne deinem inneren Kind Luft zum Atmen zu geben.
Keine Narben bekommen, dich nicht aufreiben und abnutzen, nicht altern, nicht wachsen und gedeihen, dich nicht verändern und somit weiter das, wofür du hier bist, ignorieren.

Du willst die makelloseste Leiche sein.

 

Oder nicht?

Im Wort Leben steckt leben.
Und leben bedeutet auch Bewegung – es passiert etwas.
Es ist in Aktion.
Es ist lebendig.

Leben heißt erleben, wahrnehmen, genießen, wirken.

Ist es nicht besser, man sammelt Erlebnisse anstatt Gegenstände?

Ist es nicht wertvoller, man ist reicher an Erfahrungen als an Besitztümern?

Es ist noch immer nicht zu spät, mit dem Sammeln zu beginnen.

Aber auch deine Zeit ist nicht unendlich.
Jeder Tag ist kostbar, jeder Tag ist ein neuer Anfang.

Tu wonach dir ist. Konfrontiere die Bremsen in deinem Kopf. Nur dort sind Sie zu finden.

Klar, die einprägendsten Erlebnisse sind oft die, bei denen wir unsere Ängste konfrontieren.

Hinter ihnen verbirgt sich viel Glück und Freiheit.

Wo liegen deine Ängste?

Welche kannst du zuerst angehen?

Schritt für Schritt.

Es müssen nicht immer die “auf den ersten Blick” scheinbar besonders aufregend wirkenden Erfahrungen sein, die das Leben besonders machen.

Es gibt soviel Wunderbares. Ein nettes Gespräch kann einen mehr prägen als eine Reise zu den Niagara Fällen, die Besteigung des Mount Everest, die Beschreitung des Jakobswegs, ein Fallschirmsprung und Co.

Man muss nicht die Welt bereisen um reich an Erfahrungen und Erlebnissen zu sein.

Man muss überhaupt nicht viel reisen dafür.

Man muss nur den Blickwinkel ändern. Bewusst hinsehen. Seine eigene kleine große Welt verändern.

Ein Spaziergang im Wald nebenan kann ein lebensveränderndes und wunderbares Erlebnis sein.

Spazieren und Wald. Da steckt soviel Leben drin.

Ja auch bewusstes Ausruhen ist eine Aktion und ist Leben.

Lieber meditieren oder bewusst nichts tun als gar nichts tun.

Vermeiden hält einen physiologisch auch irgendwie am Leben. Aber ist es Leben?

Lieber einmal mehr einfach-mal-machen und gucken, was passiert. Sich neuen Gegebenheiten anpassen lernen, anstatt ewig an altem festzuklammern. Vertrauen üben. Vertrauen und Gelassenheit im unbeständigem Leben. Es geschieht etwas.

Vergiss nicht, wie lebendig es sich anfühlt, Fehler zu machen.
Oh, wie wäre das Leben langweilig ohne menschliche “Fehler“.

Wir leben, um stetig Erfahrungen zu sammeln und dazuzulernen. Jetzt.

Menschen sind Abnutzungsgegenstände. Und doch hält uns die Bewegung jünger, fitter und gesünder.

Wir sind für Bewegung gebaut und brauchen Aktion.

Wir leben, um zu leben.

Auf zum nächsten …………….. .

 

 

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Georg Kirschstein

Georg Kirschstein

Hi, ich bin Georg
von der Spezies Mensch.
Nach einer teilweise schwierigen Kindheit, in der so manches Chaos herrschte, geriet ich immer mehr, vom fröhlichen beliebten Jungen, in einen selbst-hassenden, unsicheren, depressiven jungen Menschen. Ich merkte damals nicht, dass mich die Probleme Zuhause schleichend depressiv machten und veränderten. Es folgten viele Jahre reichhaltiger Alkoholkonsum und Drogenexperimente. Nur durch Verdrängung, konnte ich mich und meine Umwelt ertragen. Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, was Glück und Freude sein können. Ich war soweit unten, dass ich am absoluten Nullpunkt angelangt war. Ein sehr spannender, aber beängstigender Punkt. Heute bin ich unglaublich dankbar, dass ich mich an dieser Kreuzung für das Leben entschieden hab. Nach einer Selbstfindungsphase, mit Therapie und vielen wichtigen Erkenntnissen, Höhen und Tiefen, Beziehungen, vielen verschiedenen Jobs (unter anderem im Altenheim, für die Telekom im Verkauf, als Autovermittler, im Krankenhaus, als Tischler in einer Ausbildung, als Avocado Bauer usw.) und einer Reise ans andere Ende der Welt und vielen tollen Begegnungen, kann ich seit einiger Zeit sagen, das ich dem glücklich sein ziemlich nahe bin und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Liebe, schätze und genießen kann. Mit dem heutigen Wissen, weiß ich das Licht und Schatten eng beieinander liegen und es eben kein langer und harter Weg sein muss, aus einer Krise, Depression oder Unzufriedenheit heraus zu kommen. Solange man sich wieder auf seine eigentliche Natur begibt, nämlich dem Mensch sein an sich. Ein Hase kann auch nicht erfolgreich sein, wenn er versucht eine Schlange sein zu wollen. Der Unterschied ist, das der Hase das weiß und wir Menschen oft leider nicht. Aber genug von Hasen und Schlangen. Seit langem beschäftige ich mich mit Psychologie, Selbstverwirklichung, Lebenskunst, Gesundheit, Meditation und der eigentlichen Wirklichkeit des Lebens und Seins. Und hoffe durch diesen Blog auch anderen ein bisschen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen zu können.

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