Mein Opa fragte Menschen, die er neu kennenlernte, immer zuerst: „Und, was schaffstn du?“ (hochdeutsch: Wo arbeitest du? ­čśë ) Oder noch beliebter war: Wo schaffstn du?“
Und dann meinte er, den Menschen zu kennen.

Ich habe mal gewagt, ihm und meiner Oma (die mich, damals etwa 30-j├Ąhrig, mit den Worten: „Du siehst ja immernoch aus wie ein Schulm├Ądsche!“ begr├╝├čte) zu antworten : „Ja, ich bin SCH├ťLERIN DES LEBENS.“

Damit konnten die beiden nat├╝rlich nichts anfangen. Also pr├Ązisierte ich: „Wahrscheinlich h├Ąlt mich das so jung, dass ich mich selbst als ewige Sch├╝lerin sehe. Als Menschen, der bereit ist, jeden Tag dazuzulernen. Es hei├čt doch so sch├Ân: Man lernt nicht von der Schule, sondern vom Leben.
(Naja, zugegeben habe ich den Spruch kennengelernt als „Man lernt nicht f├╝r die Schule, sondern f├╝rs Leben.“ Aber so ist’s doch viel treffender, oder ­čśë ?)

Das haben die beiden zwar etwas komisch gefunden, konnten es aber akzeptieren. Denn Hauptsache, die Enkelin ist gl├╝cklich und gesund.

Uns sollte interessieren, ob Menschen gl├╝cklich sind, nicht (nur) was sie beruflich machen

Nichtsdestotrotz erlebe ich es in unserer leistungsorientierten Gesellschaft immer wieder – ganz egal, aus welcher Schicht oder Altersstufe -, dass Menschen danach eingestuft und bewertet werden, was sie denn beruflich machen.

Nicht, ob sie damit gl├╝cklich und zufrieden sind. Und auch nicht danach, ob sie generell zufrieden und gesund (und damit meine ich nicht nur die k├Ârperliche Gesundheit!) sind. Sondern nach ihrem Sozialprestige .

Was ich wirklich, wirklich schade finde.
Reicht es nicht, dass wie Menschen sind und uns dar├╝ber bewusst sind? Dass wir leben d├╝rfen? Dass wir lieben, lachen und uns ausprobieren d├╝rfen? Dass wir etwas zum Gro├čen und Ganzen beitragen d├╝rfen (aber nicht m├╝ssen)?

Ist es nicht viel wichtiger, sich dar├╝ber bewusst zu sein? ├ťber das Menschsein, das Lebendigsein an sich? Das pure Lebendigsein immer wieder genussvoll auszukosten? (Das kann einfach nur die Konzentration auf den eigenen Ein- und Ausatem sein, das liebevolle Ber├╝hren des eigenen K├Ârpers, das Sp├╝ren des Bodens unter den F├╝├čen…)

Es geht um Individualit├Ąt, nicht um die Zugeh├Ârigkeit zu einem bestimmten Berufsbild

Klar ist Arbeiten i.d.R. notwendig, um Geld zu verdienen. Schlie├člich braucht unser menschlicher K├Ârper hin und wieder etwas zum Futtern ­čśë
Und da ist’s auch sinnvoll, ihn mit m├Âglichst Hochwertigem zu versorgen. https://menschenfreund-blog.de/gluecksnahrung-diese-nahrungsmittel-machen-dich-gluecklicher-dopaminseorotonin-booster/

Es ist wunderbar, wenn Menschen in ihrem Job voll aufgehen, sich selbst verwirklichen und immer wieder in den Genuss des vielgepriesenen Flow kommen. Ich kenne solche Menschen (und muss zugegebenerma├čen aufpassen, es ihnen einfach zu g├Ânnen und nicht eifers├╝chtig zu werden. Au├čerdem haben auch diese Menschen ihre Sorgen und Problemchen ­čśë )

Aber die meisten werden wohl wie ich nicht zu diesen „Gl├╝cklichen“ geh├Âren, die ihre Erf├╝llung in einem klassischen Job finden (den auch mein Opa als solchen akzeptiert h├Ątte ­čśë )

Also lasst uns vielleicht in Zukunft einfach antworten: „Ich bin Mensch – und ich genie├če mein Mensch-Sein hier in diesem Leben, voller Wunder und kleiner (und gr├Â├čerer) Abenteuer!“

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Karen Laubinger

Hallo, ich bin Karen, hochsensitiv, voller Gedanken und oft am Hadern mit dieser Welt und den Menschen. Nach und nach lerne ich, mich auf das Positive zu fokussieren und auch die Sch├Ânheit im vermeintlichen Leid zu sehen.
Mein sehnlichster Wunsch ist eine Welt, in der sich alle Menschen bedingungslos wertsch├Ątzen, einander respektieren und vertrauen. In der sich niemand zu sch├Ąmen braucht f├╝r sein ganz individuelles So-Sein. Ich glaube fest daran, dass wir dann ganz automatisch aufh├Âren w├╝rden, einander zu schaden.
Lasst uns gemeinsam zu solch einer wundervollen Welt beitragen! Wir k├Ânnen ganz einfach bei uns selbst anfangen ÔÇĺ und uns selbst wertsch├Ątzen, respektieren und vertrauen lernen, mit all unseren vielf├Ąltigen Facetten ­čÖé

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