Was ist nun das bessere für dich und dein Leben?

Eigentlich, eine sehr oberflächliche Frage, denn wie wir wissen ist das Leben immer eine Sache der Balance. Und jeder wünscht sich doch Komplimente und Lob, oder nicht?

Anerkennung ist das Brot der Geister. – Paul Lindau

Doch so oberflächlich ist die Sache gar nicht, denn hier gehen die Meinungen tatsächlich sehr weit auseinander. Viele sagen Kritik braucht kein Mensch, sie zieht dich nur runter und hat noch nie jemanden weiter gebracht.

Andere wiederum sagen, Kritik schadet nicht und macht dich sogar deutlich reifer und stärker.

„Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat.
Bruce Lee“

es ist meiner Meinung nach, immer eine Frage, deiner momentanen Situation, deiner Tagessituation, deiner eigenen Wahrnehmung und deiner Filter.

Die meisten Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

Amerikanische Redensart

Bist du gerade sehr labil, dann wirst du kritische Worte dir gegenüber generell als Bedrohung wahrnehmen. Auch, wenn sie konstruktiv gemeint sind.
Bist du momentan aufgeschlossen und hast dich insgesamt auch schon ganz gut kennen und schätzen gelernt. Mit anderen Worten, hast du ein gesundes Selbstwertgefühl und eine stabile Tagesform, dann wirst du wahrscheinlich auch konstruktive Kritik als konstruktiv annehmen können. Und sie dir durch den Kopf gehen lassen und überlegen, ob die Worte des anderen, vielleicht doch nicht so verkehrt sind und du wirst deine Schlüsse daraus ziehen, die Kritik zu deinem Vorteil nutzen und sogar noch stärker werden dadurch.

Des Weiteren ist doch immer wichtig, von wem die Kritik ausgeht.
Ist es jemand der ständig kritisch und unzufrieden ist, oder kommt die Kritik von jemandem, der das genannte positiv vorlebt. Von dem du tatsächlich etwas lernen und annehmen kannst.
Geht es um persönliche Kritik, dann ist natürlich auch entscheidend, ob derjenige dich kennt oder nicht.

Ich denke,

Wer jeden lobt, lobt keinen.
Wer keinen lobt, kann nicht gönnen.
Wer jeden kritisiert, mag sich selber nicht.
Wer niemals kritisch ist, der heuchelt.

Natürlich mögen wir alle Komplimente.
Aber auch hier ist die momentane Situation wichtig einzuschätzen. Ein Kompliment kann auch ganz schnell abprallen, wenn du nicht selbstbewusst genug bist es zu glauben und anzunehmen.
Genauso kann ein Kompliment an dir abprallen, wenn du es ständig bekommst und du es gar nicht mehr ernsthaft wahrnehmen und schätzen kannst.

Die einen werden durch großes Lob schamhaft, die anderen frech. – Friedrich Wilhelm Nietzsche

Auch hier ist der Sender wieder entscheidend, von wem kommt dieses Kompliment und in welchem Zusammenhang.

Wenn mich meine Feinde loben, kann ich sicher sein, einen Fehler gemacht zu haben. – August Bebel

Ein gutes Kompliment von Herzen, ist in jedem Falle etwas sehr Schönes und kann sehr wohltuend sein, wenn man richtig damit umgehen kann.

Aber eine gut gemeinte und konstruktive, ehrliche Kritik von Herzen und von den richtigen Personen. Lässt einen länger nachdenken, kann ein guter Spiegel und eine gute Reflexion sein und dich sehr weit bringen.

Aber egal ob Lob oder Kritik, in beiden Fällen sollte man kurz in sich rein hören. Und ehrlichen Herzens überlegen, ob man das so annehmen kann und will.
Es ist nie gut, blind jedes Kompliment als Spinnerei anzusehen und jede Kritik aus stolz und Schutz abzublocken.

Auf jeden Fall ist beides oft Gold wert.
Wenn du beides richtig annimmst, können es wahre Sprungbretter für dein Leben sein.

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Georg Kirschstein

Hi, ich bin Georg
von der Spezies Mensch.
Nach einer teilweise schwierigen Kindheit, in der so manches Chaos herrschte, geriet ich immer mehr, vom fröhlichen beliebten Jungen, in einen selbst-hassenden, unsicheren, depressiven jungen Menschen. Ich merkte damals nicht, dass mich die Probleme Zuhause schleichend depressiv machten und veränderten. Es folgten viele Jahre reichhaltiger Alkoholkonsum und Drogenexperimente. Nur durch Verdrängung, konnte ich mich und meine Umwelt ertragen. Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, was Glück und Freude sein können. Ich war soweit unten, dass ich am absoluten Nullpunkt angelangt war. Ein sehr spannender, aber beängstigender Punkt. Heute bin ich unglaublich dankbar, dass ich mich an dieser Kreuzung für das Leben entschieden hab. Nach einer Selbstfindungsphase, mit Therapie und vielen wichtigen Erkenntnissen, Höhen und Tiefen, Beziehungen, vielen verschiedenen Jobs (unter anderem im Altenheim, für die Telekom im Verkauf, als Autovermittler, im Krankenhaus, als Tischler in einer Ausbildung, als Avocado Bauer usw.) und einer Reise ans andere Ende der Welt und vielen tollen Begegnungen, kann ich seit einiger Zeit sagen, das ich dem glücklich sein ziemlich nahe bin und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Liebe, schätze und genießen kann. Mit dem heutigen Wissen, weiß ich das Licht und Schatten eng beieinander liegen und es eben kein langer und harter Weg sein muss, aus einer Krise, Depression oder Unzufriedenheit heraus zu kommen. Solange man sich wieder auf seine eigentliche Natur begibt, nämlich dem Mensch sein an sich. Ein Hase kann auch nicht erfolgreich sein, wenn er versucht eine Schlange sein zu wollen. Der Unterschied ist, das der Hase das weiß und wir Menschen oft leider nicht. Aber genug von Hasen und Schlangen. Seit langem beschäftige ich mich mit Lebenskunst, Psychologie, Meditation und der eigentlichen Wirklichkeit des Lebens und Seins. Und hoffe durch diesen Blog auch anderen ein bisschen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen zu können.

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