bauerin mit zwei ochsen

Viele kennen so tolle Klugscheißer Sprüche wie,“ die Menschheit ist verweichlicht“,“ früher gab es sowas auch nicht“ oder hab dich nicht so, „so schlimm ist das doch gar nicht“ oder „das Leben ist eben kein Zuckerschlecken“
„Das Leben ist ein Kampf“…………….usw.

Solche altmodischen und total Menschen fremden Sprüche kommen meist von Leuten die selber Angst haben das Thema Gefühle aufkommen zu lassen, um selber sicher hinter ihrer Mauer der Verdrängung bleiben zu können.
Aber seien wir ehrlich, wir haben wahrscheinlich alle schonmal irgendwann in unserem Leben so einen Spruch zum besten gegeben.

Doch egal ob Bauarbeiter, Polizisten, Backwarenverkäufer, Rechtsanwälte, Rockstar, Hebamme, Fußballtrainer, Rechtsextremist, linker, Hooligan, Christ, Muslim, Mafiosi oder Politiker wir alle sind von der Natur mit Gefühlen ausgestattet worden.

Aber, wie war das denn nun früher und warum ist Depression heutzutage so rasant auf dem Vormarsch?

1. Keine Definition

Zum einen gab es früher auch schon Depressionen nur hatte die Krankheit einfach noch keinen Namen und war noch nicht bekannt als solche. Und die Leute haben es als normales Stimmungstief abgetan und es natürlich auch damals schon verdrängt, wenn es Ihnen dauerhaft schlecht ging. Höhen und Tiefen gab es auch damals schon in einen jedem Leben.

2. Früher wurde jeder gebraucht und hatte von Anfang an seinen festen Platz.

Bis hin zur Nachkriegs zeit hatte jeder seinen Platz im Leben von Anfang an. Jeder wurde gebraucht und von der Familie schon recht früh eingespannt. Es gab klare Regeln die von den älteren der Familie vorgegeben w wurde. Und überall musste mit angepackt werden da die Leute von Anfang an nichts anderes kannten war es für sie einfach so wie es ist und da vermochten die Menschen auch nicht viel dran zu ändern. Es gab also viel Ablenkung durch Pflichten und wenig Möglichkeiten.

Heutzutage gibt es auch weniger große Familienverbände, die alle unter einem Dach wohnen und wo jeder von Anfang an eine Aufgabe hat.

3. Damals gab es stabilere Familienverhältnisse

Damals war es unüblich sich scheiden zu lassen.

Die Paare haben sich auch in Krisen eher durchgebissen.
Zum teil auch da Scheidungen in der Gesellschaft nicht anerkannt waren. Hierbei spielt auch die Kirche eine große Rolle. Heutzutage ist die Scheidungsrate so hoch wie nie. Was dafür sorgt das, dass Stabilitätsgefüge der Kinder schnell auseinanderbricht.
Kinder kennen am Anfang nur den Schutz ihrer Eltern, es existiert für sie nichts anderes was ihnen Sicherheit geben könnte. Und das bleibt unser Leben lang in unseren Köpfen. Oft fühlen sich Kinder schuldig für die Trennung der Eltern und sähen schon früh krankmachende Gedanken und Glaubenssätze, die später in der Pubertät oder einer anderen instabilen Phase zur Depression heranwachsen können. Und zu weiten teilen sind wir unser Leben lang diese Kinder, wenn auch mit mehr Erfahrungen und Wissen.

4. zu viele mögliche Richtungen

Wir leben zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit in einer Welt fast grenzenloser Möglichkeiten. Die Menschen haben vielmehr Richtungen für die sie sich entscheiden müssen und bekommen viel weniger vorgeschrieben. Sie müssen also früh lernen selbstständig zu denken und zu wissen was sie wollen.

Mit dieser Freiheit können viele Menschen nicht richtig umgehen. Irren umher und fragen sich ständig welcher Weg nun der richtige für Sie ist.
Das Angebot ist also viel größer als damals und erschlägt viele Leute im wahrsten Sinne des Wortes, und lässt sie erstarren und nichts tun.

5. die Welt ist viel schneller geworden und es gibt viel mehr Menschen

Die Welt entwickelt sich rasant und wird immer schneller und hektischer und vielen Menschen fällt es schwer die hierbei mithalten wollen. Der Konkurrenz und Leistungsdruck ist dadurch und durch die Vielzahl der Menschen enorm gestiegen. Dadurch hetzen die Menschen oft nur noch dem Geld und der Karriere hinterher, weil sie Angst haben in dieser schnellen Welt sonst unterzugehen. Und verlieren sich dabei selbst aus den Augen. Verdrängung steht an der Tagesordnung und man redet sich ein ich hab keine Zeit für Gefühle ich muss dadurch ich muss stark sein. Ich muss dies und jenes. (Du musst gar nichts!!!).

6. weniger Bewegung, Sonnenlicht und Sauerstoff

Während früher der Großteil der Arbeit körperlich war und oft draußen an der frischen Luft stattfand, so sind viele Jobs heutzutage in Innenräumen. Und auch in ihrer Freizeit zieht es viele Menschen nach drinnen.
Der Mangel an Bewegung, frischer Luft und Sonnenlicht, sorgt für einen Serotonin-abfall im Gehirn und ist ebenfalls Ursache für Depressionen. Die Glücksgefühle Versorgung ist unter anderem auch abhängig von Vitamin D, dass wir durch viel Sonnenlicht aufnehmen.

7. Medienflut

wuetende frau vorm computer

Durch Fernsehen, Zeitungen und Internet, werden die Leute ständig von sich selbst abgelenkt. Überall gibt es reize und Informationsquellen. Der Unterhaltungs-Wahn der Menschen wird mehr als gesättigt und viele verfallen den zahlreichen Möglichkeiten des Entertainments und der Nachrichtenflut Tag für Tag.

Ein entscheidender Faktor ist das die Medienhäuser oft nur schreckliche Horrormeldungen verbreiten. Die leider einfach mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als wie das viele gute was auch in der Welt passiert.
Damals haben die Menschen maximal erfahren was in der nächst gelegenen Stadt passierte. Heute bekommst du jeden Taschenraub und Mord von den entferntesten ecken der Erde präsentiert, damit die Einschaltquoten oben bleiben.

Durch die geballte negative Informationsflut wird permanent der Eindruck erweckt, die ganze Welt sei ausschließlich brutal, grausam, unfair und schlecht. Menschen bekommen Angst vor anderen Artgenossen und der Welt dort draußen und laufen mit einem völlig falschen und verzerrten Weltbild durchs Leben.

In der Fernsehwerbung in Zeitschriften oder auf Plakaten begegnen uns dann Puppenartige Photoshop Kreaturen mit anatomisch unlogischen Formen die soweit retuschiert und bearbeitet wurden, dass kaum noch ein echter Mensch dahinter zu erkennen ist.

Es wird uns ein absolut falsches und völlig unnatürlichs und Menschenfremdes Bild von Schönheit aufgetischt, dass leider viele als realistisch ansehen und dem sie nacheifern wollen. Dass, man hier nur verlieren kann ohne selber eine wandelnde Photoshop Kreation zu sein steht außer Frage. Sogar die Models selber werden depressiv, wenn sie sehen dass sie nur noch bearbeitet auf der Titelseite landen obwohl sie oft schon wochenlang auf Kokain Diät sind um  überhaupt halbwegs mithalten zu können.

Auch soziale Netzwerke in dem jeder verständlicherweise nur seine Schokoladenseite zeigt, sorgen dafür das andere oft falsch über andere denken. Es entsteht bei einigen der Eindruck alle haben ein perfektes Leben außer ich. Dabei sind Facebook und Co. allenfalls oberflächliche Schaufenster, und können kaum einen wirklichen Eindruck des Menschen dahinter vermitteln.

Auch dieser Effekt kann traurig und einsam machen und zu einer Depression beitragen. Entziehen kann man sich der Medienlandschaft oft nur schwer.
Ich habe zwar meinen Fernseher abgeschafft, doch ertappe auch ich mich öfter dabei auf dem Weg zum Sportteil der online Zeitung auch die eine oder andere Sensationsmeldung anzuklicken. (Nicht selten ärgere ich mich danach).

 

8. Ernährung die dem Körper wenig Glück bereitet

Zum einen ist die Ernährung heutzutage stark Säure bildend. D.h. unser Körper ist ständig übersäuert und nicht im Gleichgewicht. Das wirkt sich allgemein negativ auf die gesamte Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Auch die Stressanfälligkeit steigt durch mangelhafte und zu einseitige Ernährung. Und wie wir wissen ist Stress (negativer Stress) die häufigste Ursache aller Krankheiten in unserer Zeit.

Zum anderen sind auch durch die übermäßige Bewirtschaftung der Äcker, viele Böden ausgelaugt. D.h. es landen auch weniger Nährstoffe in den Nahrungsmitteln. Wo früher ein Apfel gereicht hat brauchen wir heutzutage zwei davon, um die gleiche Nährstoffmenge zu uns zu nehmen.
Früher gab es vorwiegend selbst angebaute Bio Kost. Keine raffinierten Produkte wo kaum noch verwertbares für den Körper drin ist und viel mehr frische Nahrung die nicht erst durch die halbe Welt geflogen wurde.
Auch die Zucker Sucht von der wir alle betroffen sind, trägt ihr übriges zur Depressionsanfälligkeit bei.

Oft ist es eine Kombination aus vielen dieser Faktoren die uns krank machen. Die Eltern sind schon unzufrieden und geben es an ihre Kinder weiter. Die Biochemie im Gehirn verändert sich dahingehend dass man weniger Glücksgefühle ausschüttet unzufriedener, Stress anfälliger und negativer wird, was wiederum die Glücksspirale nach unten drückt. Mit Aufputschmitteln oder gar Drogen versuchen die Leute gegenzusteuern um schnell wieder leistungsfähig zu sein und von A nach B hetzen zu können. Mit Alkohol holen Sie sich vermeintlich wieder runter all das wird nicht lange gut gehen und sind Indikatoren dafür warum Depression die häufigste Krankheit der westlichen Welt ist.

Aber so weit muss es nicht kommen.

Ich bin trotz allem nicht der Meinung das die Welt in der wir heute leben schlechter ist als damals. Sie ist einfach anders, Höhen und Tiefen gab es schon immer und wird es auch in jeder Epoche und jedem Leben noch geben, und auch wenn einiges früher besser war so hat sich vieles auch heutzutage zum besseren entwickelt. Zum Beispiel hatten wir früher nicht die Freiheit entscheiden zu können wie wir unser Leben gestalten wollen. Möchtest du heutzutage z.b so wie früher Leben kann dich niemand daran hindern.

Fortschritt und Veränderung sind ein ganz normaler Prozess im Universum und gehören zur menschlichen Entwicklung dazu. Ohne Veränderung kein Leben keine Natur. Nichts bleibt wie es war und auch die Welt wie wir sie momentan vorfinden wird nicht lange so bleiben.
Die Frage ist nur in welche Richtung wollen wir sie beeinflussen und Formen?
Und müssen wir alles von Menschen gemachte mittmachen?

Es ist wichtig, dass sich jeder wieder seiner Natur als Mensch bewusst wird und sich dahin gehend an das Zeitalter angepasst ohne den Wahnsinn der von Menschen gemachten Hetzjagd auf Geld und Erfolg mit machen zu müssen. Einfach auch in dem er sich selbst mehr Zeit für sich selbst nimmt.

In Sachen Ernährung sind da beispielsweise schon erste Umbrüche zu erkennen,viele Menschen steigen schon jetzt auf
Bio um und versuchen sich allgemein bewusster zu ernähren.
Und auch sonst kann man viel für seine Glücksgefühle tun. Jeden Tag einige ruhige Minuten offline nur für dich und deine innere Welt, werden dir enorm helfen im Alltag einen klaren Kopf zu bewahren und die Glücksgefühle wieder anzukurbeln.

Auch die Entspannung und das entschleunigen wird deinem ganzen Körper und deinem Geist enorm gut tun.
Die Bewegung draußen an der frischen Luft im Sommer wie im Winter hilft ebenfalls im Alltag gut gelaunt psychisch stabil und energetische zu sein. Da reicht auch schon eine halbe Stunde am Tag aus.

Des Weiteren ist es wichtig positive Gedankenmuster und Gewohnheiten zu trainieren genau wie sich über Jahre unbewusst negativen Gedankenmuster eingeschlichen haben wie zum Beispiel. „Ich bin nicht gut genug .“ „Ich bin zu Fett.“ „Iich mag mich nicht.“ Ich kann das nicht“ usw. kannst du positive Gedankenmuster entwickeln und trainieren, bis sie ganz unbewusst in deinem Kopf ablaufen dein Selbstvertrauen stärken Glücksgefühle ausschütten und deinem Leben eine positive Richtung geben. Einfach jeden Tag mal bewusst 2 – 3 positive Gedanken denken. Umso mehr umso besser dabei spielt es auch keine Rolle ob du die Gedanken schon glaubst und dahinter stehst das einfache regelmäßige denken reicht schon völlig aus und wird sich manifestieren. Außerdem ist ein guter Gedanke viel stärker als zehn negative Gedanken.

Gönne dir hin und wieder wass, belohne dich und zwar nicht aus Verdrängung oder sucht sondern aus einer Freude heraus. Nur verzichten ist auch nicht der richtige Weg. Wie bei allem geht es um Balance und da schwingen die meisten leider auf der Übermaß Seite. Es ist jedoch auch nicht der richtige Weg sich jetzt alles zu verbieten und ins andere extrem zusteuern wer sich z.b ausgewogen ernährt kann locker auch mal einen Hamburger und eine Pizza verkraften, ohne gleich Angst haben zu müssen, seine Stress und Depressionsanfälligkeit wieder zu verstärken.

Und man muss auchnicht zwanghaft alle Punkte die es gibt gesund zu werden und zu bleiben zu 100% und permanent umsetzen. Darum geht es ja auch garnicht. Jeden Tag ein bisschen was davon, und jeden tag ein bisschen bewusster leben und auf sich achten reicht schon aus und man wird von mal zu mal wieder lebendiger.
Man kann das ganze auch spielerisch lösen und verbinden so kannst du z.b sagen für jeden positiv gedachten Gedanken gönnst du dir eine Kleinigkeit. Oder für  jede halbe stunde an der frischen Luft 1 stunde Fersnehen. (eine spielerische selbsterziehung).

Sich beobachten, Gefühle zulassen und in Regelmäßigkeit den Gedankenmüll weck bringen durch aufschreiben oder aussprechen. So, dass er sich nicht anhäuft und dich blockieren kann.
Gern kann man sich dabei auch Hilfe holen.
Mann muss nicht erst depressiv sein um regelmäßig zum Therapeuten zu gehen.
Der blick nach vorne und dass bewusste wahrnehmen und leben im jetzt sind sehr wichtig, aber akzeptiere deine Vergangenheit und wenn du schon depressiv bist oder depressive Episoden hast gönne dir Hilfe und mach dir das Leben dadurch einfacher.

Eine Depression ist kein Beinbruch und kann sogar eine große Chance sein.
Sie will dir auf jeden Fall sagen, „Hey so geht’s nicht weiter, da stimmt momentan etwas nicht und du bist vielleicht etwas von deinem Weg abgekommen, sieh da mal hin“!.

Du musst nicht mit dem Strom des Hetzens und der Gier schwimmen und gegen deine Natur arbeiten um glücklich zu werden.
Auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen. Du bist damit nicht allein nehme sie an gestehst dir ein Sie zu haben. Hole dir Hilfe und du hast den größten Schritt zur Genesung bereits getan. Lass es am besten nicht erst so weit kommen sei ehrlich dir selbst und lebe dein Leben ganz bewusst.

Dann bin ich sicher kann man in dieser schnellen verrückten modernen aber auch liebevollen Welt ein wunderbares Leben führen.

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