Ich liebe das Geräusch von Wellen. Alle Arten. Seicht und plätschernd, rau und kühl, laut und kraftvoll. Ein stetiges Hin und Her. Leiser und Lauter und man spürt in ihnen die Bewegung der Erde oder des Mondes – oder was auch immer den Rhythmus auslöst. Es berührt mich und wenn ich mich darauf einlasse beruhigt es mich. Als ob es immer wieder diese eine Annäherung sucht, mit dem Strand, immer wieder ankommt am Felsen. Ein geschmeidiges und zwangloses Ankommen. Anschmiegen und dann loslassen. Anschmiegen und loslassen, es kommt immer wieder zurück und formt den Strand ganz langsam und stetig und immer neu. Das Meer und das Land, das es berührt sind ein Ganzes. Und die Wellen sind die Sprache. Und sie ist so beruhigend.

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Christiane Pisoni

Christiane Pisoni

Hallo,

mein Name ist Christiane, ein Name der mich gewissenhaft zuverlässig und nachdenklich fühlen lässt.

Mein Spitzname ist Putzi, der passt zu meinem anderen Teil, unbekümmert, optimistisch und manchmal auch verpeilt.

Größtenteils laufe ich tatsächlich relativ unbedarft durchs Leben. Immer davon ausgehend, dass ich nur die Augen offen halten und jede Chance mitnehmen sollte, die das Leben mir so bietet. Und das kann alles, zumindest nach meiner Erfahrung, eigentlich auch ganz gut laufen.

Vorausgesetzt man hat ein Auge darauf, ob alles, was daraus entsteht, tatsächlich auch zu Einem passt. Ich trug zwischenzeitlich zu viel Unbrauchbares und Ballast mit. Statt mich selbst zu definieren saugte ich alles auf und spiegelte das Äußere wieder. Zusätzlich ruckelten ein paar nicht so fröhliche Ereignisse durch mein Leben und plötzlich ging mir, schneller als ich dachte, irgendwie die Puste aus.

Seitdem achte ich darauf, nicht mehr nur von außen nach innen einwirken zu lassen, sondern mich selbst mitzubeachten, um von innen nach außen zu passieren. Schreiben ist eine gute Hilfe dabei gewesen, auf die ich gar nicht mehr verzichten mag.

Meine Texte sind in Schrift formulierte Gedanken, manchmal auch einfach nur Fragen. Sie handeln von Verständnis, Selbsterkenntnis, Verantwortung und Optimismus, manchmal geht es einfach nur darum querzudenken. Mal wird es banal sein, mal tiefsinniger.

Ich denke immer noch, dass man sich unbedarft aufs Leben einlassen sollte. Aber, um nur das mit offenen Armen willkommen zu heißen, was einem wirklich gut tut und um allem standzuhalten, was einen aus der Spur bringen könnte, sollte man sich seiner Selbst konkret bewusst sein. Seine Ziele und Wünsche immer wieder neu kennenlernen oder gar neu definieren. Sich so gut kennen, dass man die wichtigen Dinge fürs Leben mitnimmt und die richtigen Möglichkeiten wahrnimmt. Stark, weil man bei sich ist, wenn einem Schicksale begegnen, die nun mal Teil des Lebens sind.

Auch wenn ich denke, dass wir alle ähnliche Emotionen durchleben und ähnliche Sehnsüchte haben, sind wir gleichzeitig individuell und einzigartig in der Empfindung, Wahrnehmung, Ausführung oder Schlussfolgerung. Alles, was ich schreibe, sind meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen und daher ohne jeglichen Anspruch auf die eine, ultimative Erkenntnis veröffentlicht. Ich schreibe, um mich zu sortieren, aber schon auch um mich auszutauschen, Austausch ist wichtig und schön. Das Leben wäre Stillstand ohne Austausch und Kommunikation.

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