Schon seit Jahrzehnten gibt es Versuche, dem Betrachter, in der Vergangenheit vor allem dem Gamer, anhand einer Brille komplett in eine Computerwelt eintauchen zu lassen oder die reale Welt mit einer künstlichen zu vermischen.

Aber erst jetzt scheint dieser Prozess, dank Oculus, salonfähig geworden zu sein.

Mark Zuckerberg beweist mit der Übernahme dieser Firma mal wieder, dass er nicht nur ein Student mit Programmier-Kenntnissen, sondern auch ein intelligenter Mann mit gutem Gespür für Geschäftspotenzial ist.

VR oder virtual reality ist ein Begriff, den bald jeder kennen wird. Genauso wie die AR, augmented reality (erweiterte Realität), bei der die sichtbare Welt mir der virtuellen vermischt wird.

Es handelt sich um nichts weiter als die größte computertechnische Entwicklung seit dem Internet.

In 5 -10 Jahren wird ein Großteil der Menschen, die ein Smartphone besitzen, auch eine VR oder AR Brille haben.

Diese Technologie wird den größten Markt der nahen technologischen Zukunft einnehmen.

Fernab von Computerspielen werden Menschen in die virtuelle Realität eintauchen. Auch Menschen, die mit Computerspielen und Bildschirmen nichts oder wenig am Hut haben, werden zum Teil der komplett virtuellen und zum Großteil der erweiterten Realität verfallen oder diese beruflich nutzen.

VR und besonders AR wird die Arbeitswelt, die Medizin, die Industrie, das Handwerk und viele andere Bereiche stark und positiv verändern. Stellen Sie sich vor, ein Lehrling bekommt direkt live vor Augen geführt, wie er welchen Handgriff ausführen muss. Ungelernte Kräfte können schnell komplexere Aufgaben ausführen, da ihnen die Brille aufzeigt, was gemacht werden muss.
Und auch das Privatleben vieler wird durch VR und AR aufgemischt. Wir werden durch virtuelle Shoppingcenter laufen, Filme und Serien live mittendrin erleben, einkaufen, Leute virtuell treffen, Spaziergänge machen, VR Sex haben und vor allem Spiele spielen.
Schulungen und Unterricht virtuell zu erleben und mit der Brille im Internet zu surfen wird zum Alltag werden.

Mitten drin statt nur dabei ist die Devise.

VR wird einen riesigen neuen Markt öffnen und unsere Welt sehr verändern.

Leute werden nach der Arbeit in ihre virtuelle Welt eintauchen.

VR und AR wird enorm viele Vorteile und sehr viele Nachteile mit sich bringen.

Es wird, wenn es einmal ausgereift ist, stark süchtig machen, viel stärker als herkömmliche Computerspiele. Es wird eine DROGE sein. Menschen werden den Hang zur Realität verlieren. Viele werden lieber in die perfekte virtuelle Welt abtauchen wollen als sich mit irdischen und echten Dingen auseinander zu setzen.

Die Frage der Ethik muss auch neu diskutiert werden. Gewaltspiele manipulieren jetzt schon labile Menschen und regen sie zu Gewalttaten an. Wie wird das erst sein, wenn die Szenen noch viel realistischer und echter sind. Darf man einen Menschen in VR töten?

Wo werden die Grenzen bei Virtual Reality sein?

„Cyber Sickness“ oder „Motion Sickness“ nennt man bereits jetzt Krankheiten oder Beschwerden die durch die Computerwelt hervorgerufen werden. Ich denke, es werden durch VR noch zahlreiche Krankheiten folgen. Cyber Depression oder Cyberholismus zum Beispiel.

Handy Zombies soweit das Auge reicht: Schon jetzt sind sehr viele von uns (auch ich) informationssüchtig.
Virtual Reality wird Psychologen in einigen Jahren ebenso viele Aufträge bescheren wie es Alkohol, andere Drogen und Realitätsverweigerungen bereits jetzt machen.

Die Arbeitsmoral vieler Konsumenten wird sinken und die Krankenrate steigen. Gehirne werden stark überfordert. Unser Körper entwickelt sich nicht so schnell wie die Zahl der Eindrücke und Informationen, die es jetzt schon überall zu verarbeiten gilt. Bereits jetzt sind viele der Menschen aufgrund der Masse an Informationen, Bildern und Eindrücken täglich enorm gestresst und überreizt.
VR wird hier besonders an Grenzen stoßen. Grenzen, die die konsumierenden Individuen oft nicht selbst einschätzen können.

Es wird sehr spannend in Zukunft, es gibt unglaublich viel Potenzial und leider auch sehr viele Risiken.
Aber die virtuelle Realität ist der nächst logische Schritt unserer Entwicklung und nicht aufzuhalten. Realität und Fiktion werden immer mehr verschmelzen und Hologramme bald unser Leben beeinflussen.

Die Realität holt uns sowieso stetig wieder auf den Boden zurück, ob unser Gehirn nun bereit dazu ist oder nicht. Und ob unser Wille nun damit einverstanden ist oder nicht.

Ich hoffe, wir werden uns schnell anpassen sowie gute Regularien finden und die Realität nicht vergessen oder komplett verweigern. Denn sie ist, worin wir leben. Nichts kann sie jemals ersetzen in all ihrer Schönheit und Grausamkeit.

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Georg Kirschstein

Georg Kirschstein

Hi, ich bin Georg
von der Spezies Mensch.
Nach einer teilweise schwierigen Kindheit, in der so manches Chaos herrschte, geriet ich immer mehr, vom fröhlichen beliebten Jungen, in einen selbst-hassenden, unsicheren, depressiven jungen Menschen. Ich merkte damals nicht, dass mich die Probleme Zuhause schleichend depressiv machten und veränderten. Es folgten viele Jahre reichhaltiger Alkoholkonsum und Drogenexperimente. Nur durch Verdrängung, konnte ich mich und meine Umwelt ertragen. Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, was Glück und Freude sein können. Ich war soweit unten, dass ich am absoluten Nullpunkt angelangt war. Ein sehr spannender, aber beängstigender Punkt. Heute bin ich unglaublich dankbar, dass ich mich an dieser Kreuzung für das Leben entschieden hab. Nach einer Selbstfindungsphase, mit Therapie und vielen wichtigen Erkenntnissen, Höhen und Tiefen, Beziehungen, vielen verschiedenen Jobs (unter anderem im Altenheim, für die Telekom im Verkauf, als Autovermittler, im Krankenhaus, als Tischler in einer Ausbildung, als Avocado Bauer usw.) und einer Reise ans andere Ende der Welt und vielen tollen Begegnungen, kann ich seit einiger Zeit sagen, das ich dem glücklich sein ziemlich nahe bin und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Liebe, schätze und genießen kann. Mit dem heutigen Wissen, weiß ich das Licht und Schatten eng beieinander liegen und es eben kein langer und harter Weg sein muss, aus einer Krise, Depression oder Unzufriedenheit heraus zu kommen. Solange man sich wieder auf seine eigentliche Natur begibt, nämlich dem Mensch sein an sich. Ein Hase kann auch nicht erfolgreich sein, wenn er versucht eine Schlange sein zu wollen. Der Unterschied ist, das der Hase das weiß und wir Menschen oft leider nicht. Aber genug von Hasen und Schlangen. Seit langem beschäftige ich mich mit Psychologie, Selbstverwirklichung, Lebenskunst, Gesundheit, Meditation und der eigentlichen Wirklichkeit des Lebens und Seins. Und hoffe durch diesen Blog auch anderen ein bisschen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen zu können.

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