Schon seit Wochen (wenn nicht sogar Monaten 😉 ) nehme ich mir vor, mal wieder einen Artikel auf diesem Blog zu schreiben. Genug zu sagen habe ich. Aber da sind so viele Ängste: Was denken die Leser?! Mein Geschreibsel bietet doch bei Weitem nicht so viel Wert so viele andere Artikel hier… Und: Ganz viel Scham dafĂŒr, dass ich ĂŒberhaupt solche Ängste und Zweifel habe.

Dabei liebe ich es, mich mitzuteilen.

Kennst du das? Du wĂŒrdest so gerne etwas tun, etwas in die Welt bringen, mit anderen teilen… DICH mit-teilen… Aber irgendwie ist da diese Angst, die dich lĂ€hmt. Diese tief in deinem Kopf sitzende Überzeugung, die dir zuflĂŒstert, dass du peinlich bist und dich lieber zurĂŒckhalten solltest. Dass du anderen vielleicht sogar schadest und sie verwirrst…

Ich schwitze wie ein Hochleistungssportler, wÀhrend ich diese Zeilen schreibe (und das liegt nicht nur an den hochsommerlichen Temperaturen, die gerade herrschen).

Aber dieser Text soll ein PlĂ€doyer fĂŒr die Offenheit sein. FĂŒr mehr Offenheit anderen Menschen gegenĂŒber – und damit auch sich selbst und seinen (unangenehmen) GefĂŒhlen gegenĂŒber.

Ich möchte dich und mich ermutigen, Unangenehmes wie Ängste oder SchamgefĂŒhl einfach mal zu fĂŒhlen, da sein zu lassen – und es dann, wenn es soweit ist, trotzdem zu tun. Das, was du wirklich tun möchtest. Das, wohin dein tiefstes Inneres, dein Herz dich zieht.

Es geht darum, dass wir wieder lernen, uns selbst zu vertrauen. Unseren GefĂŒhlen zu vertrauen. Dem Leben zu vertrauen.

NatĂŒrlich geht es nicht von heute auf morgen. Aber es geht, Schrittchen fĂŒr Schrittchen.

So wie die Rossbollen (wie der Bade so vornehm sagt 😉 ) auf dem Weg pflastern vielleicht verschiedenste Ängste deinen Lebensweg. Du kannst sie dir eine nach der anderen vornehmen. Sie aber nicht wegmachen wollen und auf keinen Fall gegen sie kĂ€mpfen.

Sondern meiner Erfahrung nach ist es so, dass Ängste kleiner werden und ihre Macht verlieren, wenn man sie einfach da sein lĂ€sst. Sie einfach fĂŒhlt, egal wie ekelhaft sich das anfĂŒhlt und was dieser Schritt sogar fĂŒr neue Ängste hervorruft („Ähh.. ich sollte mich lieber auf meine Arbeit konzentrieren/den Abwasch machen/mich mit Freunden treffen, anstatt mich meinem psychischen Knacks zu widmen…“).

Sie sogar ganz groß werden lĂ€sst. Allerdings nicht im Kopf, nicht in deinen Gedanken. Sondern die Empfindungen im Körper fĂŒhlen, die die Angst (oder die Scham, das SchuldgefĂŒhl und was es noch so alles an lĂ€hmendem Emotionskram gibt) hervorruft.

Bei mir ist es so, dass je mehr ich will, dass eine Angst ihre Macht verliert, desto grĂ¶ĂŸer wird sie. Indem ich AngstgefĂŒhle annehme, werden sie irgendwann kleiner und kleiner. Vielleicht geht die Angst nicht ganz weg, aber ich kann mit ihr tun, was ich tun möchte.

Irgendwann verlieren auch die am unangenehmsten stinkenden PferdeÀpfel ihren Gestank.
Du kannst einfach ĂŒber sie hinwegsteigen – und hast einen weiteren großen Schritt gemacht auf DEINEM Lebensweg 😉 <3

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Karen Laubinger

Hallo, ich bin Karen, hochsensitiv, voller Gedanken und oft am Hadern mit dieser Welt und den Menschen. Nach und nach lerne ich, mich auf das Positive zu fokussieren und auch die Schönheit im vermeintlichen Leid zu sehen.
Mein sehnlichster Wunsch ist eine Welt, in der sich alle Menschen bedingungslos wertschĂ€tzen, einander respektieren und vertrauen. In der sich niemand zu schĂ€men braucht fĂŒr sein ganz individuelles So-Sein. Ich glaube fest daran, dass wir dann ganz automatisch aufhören wĂŒrden, einander zu schaden.
Lasst uns gemeinsam zu solch einer wundervollen Welt beitragen! Wir können ganz einfach bei uns selbst anfangen ‒ und uns selbst wertschĂ€tzen, respektieren und vertrauen lernen, mit all unseren vielfĂ€ltigen Facetten 🙂

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