Schwer hat es die Demokratie weltweit.

Nie zuvor lebten mehr Menschen unter der Herrschaft von Autokraten wie jetzt! Link.

Die meisten machen das nicht freiwillig. Sie hatten keine Wahl (im wahrsten Sinne des Wortes).
Doch gerade in wohlhabenderen (demokratisch geführten) Staaten mit freiem Markt und unabhängiger Justiz, steigt die Sehnsucht nach einer harten autokratischen Führung !? Freiwillig würden zahlreiche Menschen weltweit ein moderates aber konsequentes Regime ihrer jetzigen demokratischen Ordnung vorziehen.

Und laut einer Studie der Universität, Leipzig, können sich sogar 40 Prozent der deutschen ein autoritäres Regime vorstellen.  Link.

Es ist wichtig zu betonen, das dies ein gesamtdeutsches Ergebnis und kein rein ostdeutsches ist, wo viele der Sicherheit, Struktur und Ordnung der DDR nachtrauern.

Welt und Europaweit würde die Umfrage ähnlich ausgehen.

“In jeder vierten Demokratie (18 von 71) hat die Akzeptanz demokratischer Einrichtungen und Institutionen durch das Handeln der Politiker vor Ort nachgelassen.“ Link.

Warum sehnen sich viele Menschen nach autoritärer Führung?

Zum einen gibt es zahlreiche psychologische Gründe dafür.
Zum anderen zeichnet unser System zurzeit nicht das effektivste und beste Bild für die Menschen. Es ist auch nicht unbedingt immer einfach in einer der gegebenen Demokratien zu leben.

Die Demokratie, wie die meisten Länder sie leben, macht nicht gerade gute Werbung für Demokratie.

Vieles wirkt eher wie ein Schein von Demokratie.
Im selbsternannten Vorbild der Demokratien, den USA, kann man zwischen ganzen 2 Parteien wählen.
Parteien die sich am Ende politisch, nach der Wahl nicht sonderlich unterscheiden.
Auch die vielen außenpolitischen Fehler der Amerikaner, welche im Namen der Demokratie und Freiheit eigene Interessen durchboxen und in anderen Ländern intervenieren, sorgen weltweit für Unverständnis und Kopfschütteln.
Zurück bleibt oft Chaos und fruchtbarer Boden für Anarchie und Terror.
So schlimm mancher Diktator für sein Volk auch ist. Manchmal ist es schlimmer nach seinem Sturz.
Jegliche Ordnung ist besser, als Anarchie. Denn immer wollen verschiedene Gruppen das Vakuum füllen und selber die Macht erlangen. Oftmals ist dieser Prozess und Machtkampf dann noch grausamer als es die brutale Ordnung der Diktatur geboten hatte.

Demokratie ist anfällig und leicht zu unterwandern (Siehe Polen, Ungarn, Türkei um nur einige wenige zu nennen). Gerade am Anfang braucht es Zeit, Transparenz und Kontrolle der Politiker.

Man kann anderen Staaten nicht halbherzige Demokratie aufzwingen und dann wieder verschwinden!

In vielen Ländern sehen wir das schleichend, mit scheinbar demokratischen mitteln und Scheinwahlen, Demokratien in Autokratien und schließlich Diktaturen verwandelt werden.
Es gibt heutzutage nicht nur die mit grausamer Faust handelnde Unterdrücker und Sklaventreiber aller Stalin, Gaddafi und Mugabe, sondern Regime die ihre Völker durch Manipulation und bloßer Angst unter Kontrolle halten.
Zum Schein dürfen die unterdrückten noch immer wählen gehen.

Warum ziehen manche Menschen freiwillig Unterdrückung der größeren Freiheit vor?

Es ist meiner Meinung nach zu einfach zu sagen, dass es sich ausschließlich nur um Menschen handelt, die selbst wenig Stabilität, Sicherheit und Richtung im Leben haben.
Das ist nicht nur der Fall.
Dennoch, weite Personengruppen sind sehr anfällig für Autorität und brauchen mehr Führung und Ordnung als andere. Nicht alle von ihnen wünschen sich natürlich gleich eine Diktatur aber dieser Personenkreis neigt eher dazu.
Einige wünschen sich teilweise eine harte Hand, die ihnen vorschreibt, was zu tun ist. Ihnen eine Richtung gibt im Chaos der Millionen von Möglichkeiten.
Manche brauchen das Gefühl Teil einer starken Gruppe zu sein. (Entweder Man ist auf unserer Seite oder man ist unser Feind). Das sind alles psychologische Angriffspunkte mit denen Autokraten arbeiten.
Viele Menschen sehnen sich nach Dazugehörigkeit, – egal wie verkehrt diese Gruppe oder Bewegung handelt. Gruppendynamik und die Sicherheit der Gemeinschaft geben ihnen halt und Sinn.
Sie wünschen sich Ordnung und Kontrolle, hartes durchgreifen sowie weniger Komplexität und einfache Antworten.

Und viele Kritiker unseres Systems bekommen eben immer mehr Argumente geliefert, durch die Schwäche unserer demokratischen Führung, die scheinbare Machtlosigkeit der Justiz und der Polizei, dem Gesetzeschaos und der Komplexität.

Demokratie nervt und ist zu langsam und ineffektiv?

Die Kritiker sehen wie wir in Berlin, Frankfurt und anderen Städten teilweise rechtsfreie Räume haben.
Sie sehen wie Betrüger und Verbrecher spätestens nach einer Nacht in der Zelle wieder am selben Ort stehen, Leute ausrauben oder Drogen an minderjährige verkaufen.
Wie mafiöse Strukturen und Clans sich ungehindert ausbreiten und den Staat auf der Nase herumtrampeln. Wie Straftäter teilweise mehr geschützt werden als Opfer, wie Abschiebungen nicht funktionieren und Leute ihren Müll überall auf die Straße schmeißen können ohne eine Strafe fürchten zu müssen.

Sie empfinden mehr und mehr das, Überregulierung, zu viele Menschenrechte, politische Korrektheit zum Problem für das kollektiv und das Sicherheitsempfinden werden.

Und sie sehen wie – Duterte in den Philippinen gegen Drogendealer vorgeht. Wie die Chinesen für die Allgemeinheit binnen kürzester Zeit Großprojekte aus dem Boden stampfen.
Sie sehen wie in der Türkei der wohl bald größte Flughafen der Welt ohne Rücksicht auf Verluste binnen weniger Jahre entsteht, während Berlin vor lauter Auflagen, Protesten, Einsprüchen und Betrügerfirmen, es nicht schafft, einen im Vergleich winzigen Flughafen in einem Jahrzehnt zu erbauen und dabei ungeahnte Massen an Steuergeldern verbrennt.

Sie sehen wie sauber Orte sein können, an denen harte Regeln herrschen (Beispiel Singapur).

Sie wünschen sich klare Regeln und Gesetze die streng durchgesetzt werden. Abschreckung, Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit, Struktur, Transparenz, Einfachheit.

Man kann diese Wünsche (oder Teile davon) generell niemandem übel nehmen. Einiges ist nur alzu verständlich.
Besonders in einer Welt die vor Überangeboten in vielen Köpfen Verwirrung, Ziellosigkeit und Überforderung hervorruft. Viele Menschen drehen sich im Kreis. Es gibt enorm viele Möglichkeiten in einer Demokratie mit freier Marktwirtschaft. Für manche Menschen sind das zu viele Möglichkeiten.

Wir alle müssen ständig entscheiden und überlegen was könnte das Richtige und Beste für uns sein.

Aber ist es nicht auch gut überhaupt entscheiden zu können?

Gibt es überhaupt eine richtige, wahre und funktionierende Demokratie auf der Erde?

Die Wahrheit ist, dass auch unsere Demokratie in Deutschland keineswegs perfekt ist.
Sie spielt ihren Gegnern und denen die sich eine Autokratie oder ein ganz anderes System wünschen, stetig in die Karten.

Im Grunde genommen hat das Volk nicht sonderlich viel Macht und Einfluss in Deutschland.
Und ich sehe auch keine andere Demokratie (außer die Schweiz) wo Demokratie annähernd zufriedenstellend umgesetzt wird.

Die große Stärke unserer Demokratie ist das jeder mehr Freiheiten, Sicherheit und Rechte besitzt als in Diktaturen oder Autokratien.

Doch dieses Freiheitsgefühl bröckelt. Und zunehmend fühlen sich auch Menschen in Europa den Regierungen gegenüber ohnmächtig.

Nicht wenige geben ihre eine Stimme, die sie alle 4 Jahre zur Regierungsarbeit beitragen können, nur noch aus Protest ab.

Auch Aktion wie die GEZ Gebühren (Zwangsabgaben) bei denen man gezwungen wird für etwas zu zahlen, was der ein oder andere gar nicht nutzt, schaden dem Freiheitsgefühl und somit dem was unser System stark macht enorm. Das Gefühl Sachen aufgezwungen zu bekommen und ohnmächtig gegenüber der Politik und den Konzernen zu sein, wächst. Da wo es ans Geld geht (selbst bei kleineren Beträgen) spielen auch schnell Existenzängste eine Rolle und somit leidet auch das Sicherheitsempfinden.

Wenn das Freiheits – und Sicherheitsempfinden der Leute schrumpft, dann scheint der Unterschied zum Leben in einer moderaten Autokratie geringer zu werden und die Attraktivität unseres Systems wird sinken.

Demokratische Systeme sind viel Komplexer und für den Bürger teils Undurchschaubar. Es ist schwer den Überblick zu behalten und zu ergreifen was für Abläufe da hinter den Kulissen stattfinden. Das es unzureichende Transparenz und sehr viel mehr Lobbyisten im Bundestag gibt als Politiker, sorgt auch nicht gerade für Vertrauen, dass da alles demokratisch vonstattengeht. In einer Demokratie gibt es viele Mitstreiter und somit auch viel Angriffsfläche für Korruption.

Hinter den Türen wird so manche Entscheidung durch aggressive Lobbyarbeit beeinflusst.

Das kann gut oder schlecht sein für die Bevölkerung.

In jedem Fall fühlt es sich für viele undemokratisch an, wenn zumindest große Entscheidungen ohne Mitsprache der Bevölkerung durch Einfluss von Lobbyisten getroffen werden.

Am Wähler vorbei regiert.

Niemand kann z. B. die Firmen wählen, die enorm wichtig für unsere Wirtschaft sind.
Aber sie werden unter jeder Regierung ihren Einfluss geltend machen.

Die Politik und wir alle hängen am Nabel einiger Großkonzerne.
Das sieht man nicht nur an der ewigen Rettungsanktion von Schlecht arbeitenden Banken sondern auch deutlich am Beispiel, wie schwer sich die Politik damit tut, VW ernsthaft für seinen massenhaften Betrug am Bürger zu sanktionieren.
Nach dem Motto wir wollen VW und anderen bloß nicht wehtun aber irgendwas müssen wir ja machen, die gucken alle auf uns. Sie werden bei uns sogar noch mehr hofiert wie Unternehmen aus Ländern in denen Menschenrechte die geringste Rolle spielen und brutale Diktaturen herrschen.

Mit unseren freiheitlichen, demokratischen Werten und unserer Moral, ist es dann im Westen eben auch nicht weit hergeholt, wenn es ums Geld geht. Geld siegt über Moral. Und Arbeitsplätze sowie eine gute Wirtschaftsleistung sind immer noch ein Garant dafür, die nächste Wahl gewinnen zu können.
Der Machterhalt, nur das zählt am Ende.

Streiten ist etwas Wunderbares, wenn es konstruktiv vonstattengeht. Aber ein Großteil der Zeit in unserer demokratischen Gesellschaft wird damit verbracht sich gegenseitig zu diskreditieren, innerparteiliche Machtkämpfe auszutragen und pausenlos Wahlkampf zu führen. Für eigentliche konstruktive Regierungsarbeit bleibt wenig Zeit und Nerv. Ja wer will und kann schon stetig ehrlich und motiviert mit jemandem zusammenarbeiten den er vielleicht sogar wenige Wochen später in ein schlechteres Licht rücken will, um gegen ihn zu gewinnen.

Nach der Wahl heißt es dann diese oder jene Fehlentscheidung war Schuld von ihm oder ihr, dieser oder jener Partei.

Unsere Demokratie steht sich selbst im Weg.

Wenn einem sowieso alles aufgezwungen wird und Großkonzerne die Gesetze machen. Wozu braucht es dann noch diese ewig streitenden, langsamen Regierungsparteien? Und wozu soll ich dann noch zur Wahl gehen alle 4 Jahre? Werden sich einige denken.

Die Kritiker werfen unserem System oft folgende Dinge vor.

  • Langsam, träge, behäbig.
  • Streit ohne Ergebnis.
  • Recht und Ordnung werden nicht richtig durchgesetzt.
  • Intransparent.
  • Korruption oder zumindest, zu viel Lobbymacht.
  • Ein zu aufgeblähter Staatsapparat voller überbezahlter Leute.
  • Ungerechtigkeit.
  • Gegenseitigkeit anstatt miteinander.
  • Zu komplizierte bürokratische Verwaltung.
  • Überregulierung.
  • Nur auf die nächste Wahl blickend, ohne die Zukunft zu sehen.

Und teilweise haben sie Recht. Leider ist die Demokratie wie wir sie leben. Schwerfällig, langsam, mürbe, teils ineffektiv…..

Es dauert teilweise ewig, bis eine Regierung gebildet wird, dann wird die meiste Zeit untereinander gestritten.
Es geht scheinbar oft mehr um Personen als Inhalte.

Viele Menschen sind das ewige streiten und die Personen Gespräche satt.
Man möchte Ergebnisse, Veränderung, Sicherheit, Innovation.

Und das ganze so bald wie möglich.

Manche mögen denken. Besser radikale Entscheidungen als gar keine, zu spät, zu unehrlich. Gleichzeitig kommen weltweit so Leute wie Trump bei vielen Menschen gut an.
Leute die Einfach radikal, radikale Dinge durchsetzen, es total anders machen als es das Establishment gewohnt ist. Leute die mit ihrer einfachen Gangart überraschen.
Er wird öffentlich kritisiert und insgeheim gewählt. Scheinbar nicht nur vom umgebildeten rechts geneigten Viehalter als Arizona, sondern scheinbar auch von weiteren Teilen der amerikanischen Bevölkerung, wie die Midterm – Wahlen nun wieder unterstrichen.

Die Leute wollen Rockstars an der Macht. Persönlichkeiten.
Leute die sich was trauen und durchgreifen.
Ergebnisse liefern. Egal wie dumm diese Ergebnisse sein mögen, es geschieht etwas, es wird nicht nur ewig gestritten, sondern Dinge sind in Bewegung, einfache, sichtbare und greifbare Dinge.
Die amerikanische Wirtschaft brummt. Auch durch Trump’s radikale Eingriffe.
Natürlich geschieht das größtenteils auf Pump und ist alles andere als nachhaltig, die Rechnung müssen andere Präsidenten ausbaden, aber es passiert eben etwas vor den Augen der Menschen. Nur das zählt scheinbar. Etwas Spürbares ist im Gange.

Wir deutschen Ticken da zum teil noch etwas anders. Immer noch vernünftiger, ruhiger und mehr besonnen, könnte man denken. Wir wollen eher Ruhe als die große Show.
Hierzulande wurde lange Zeit der ruhige unauffällige Regierungsstil von Angela Merkel geschätzt.
Aber dieser Stil hat auch das Land gespalten wie kein anderer zuvor. Viele wünschen sich mittlerweile etwas anderes.
Es ist nicht nur Zufall, das gerade unter Angela Merkels Amtszeit wieder eine sehr rechte Partei aufblühen konnte. Das liegt keineswegs nur am gesellschaftlichen wandel.
Die Parteien der Mitte bauen ab. Es ist viel Vertrauen verloren gegangen.
Und zu wenig sichtbar und greifbares auf dem Tisch. (Was bringt es, zum Beispiel, dem 30-Jährigen, wenn die Rente gestiegen ist? Viel zu weit weg das Thema (Nur auf die Stammwählerschaft der Volksparteien ausgelegt. Nur wieder eine Entscheidung um die nächste Wahl zu gewinnen.))

Die Leute wollen einfache Antworten und sichtbare Resultate.

Und es sollte übersichtlicher und effizienter gestaltet werden.

Doch einer komplexen Welt kann nicht immer nur mit einfachen Antworten begegnet werden.

Nehmen wir das Beispiel Rechter und linker Gesinnung im Zusammenhang mit dem emotional aufgeladenem Thema Einwanderung. Hier gibt es unter den extremeren zwei einfache Wünsche.

1. Keinen mehr ins Land lassen.

2. Alle ins Land lassen, die hier leben möchten.

Doch diesen zwei, zu einfachen antworten auf ein komplexes Problem, kann man zum Glück auch einfach antworten.

Einfach die Grenzen dicht machen und keinen mehr hereinlassen. Das wäre schlecht für Deutschland.
Einfach alle Grenzen abbauen und jeden aufnehmen, der herkommen möchte. Das wäre schlecht für Deutschland.

Ganz funktionell gesehen, unabhängig vom Thema der Menschlichkeit, braucht das Land Zuwanderung. Und leider ist es dennoch völlig unlogisch und ausgeschlossen jeden der unter ärmeren Verhältnissen lebt aufnehmen zu können.

Mit den extremen kommen wir hier und in vielen anderen Fragen nicht weiter.
Die Mitte, die Balance ist der richtige Weg.

Balance ist das wichtigste im Leben, in der Natur, im Menschen selbst und in einer kollektiven Gesellschaft.

Ja und unseren Parteien der Mitte sind derzeit außer Balance, zu sehr mit sich selbst beschäftigt und bieten keine ausreichenden und klaren Lösungsansätze in manchen Themenbereichen.

Für mich persönlich ist es ein Rätsel, wie man jahrzehntelang zugucken konnte wie andere das Internet erobern (riesige Firmen mit staatlicher Hilfe aufbauen) und man hierzulande viele Jahre später die Digitalisierung noch immer verschläft und nicht ernst genug nimmt. Wie schludrig hier mit der Zukunft umgegangen wurde und wird, ist unbegreiflich. Jedoch ein anderes Thema.

Was ist allgemein besser, Demokratie oder Diktatur?

Sie sehen, auch ich mag einfache Fragen und Antworten wo es möglich ist.

Trotz all der Probleme im aktuellen System ist es natürlich immer noch besser für die Menschen als eine Autokratie oder Diktatur.

Die Zufriedenheit der Bevölkerung, die Bildung und der Lebensstandard ist nicht zu unterschätzen. Das Freiheits – und Sicherheitsgefühl kann enorme Kräfte freisetzen. Eine Atmosphäre aus Angst ist keine Basis für ein erfolgreiches miteinander. Ein Regime hat nicht immer unbedingt Interesse daran die Bildung seiner Landsleute zu unterstützen.
Natürlich gibt es auch demokratisch geführte Länder die unter großer Armut und vielen Problemen leiden. Aber generell gesehen haben Demokratien eine deutlich größere Chance auf höhere Lebensstandards, höhere Bildungsstandards, freie Märkte die sicher und attraktiv für Firmen sind, mehr Lebensqualität, Kreativität, Einwanderung hochgebildeter, Sicherheit und Wrtschaftstärke.

Regime geführte Länder sind oftmals nicht sehr erfolgreich.

Ich sehe weltweit keine Autokratie oder Diktatur die besonders gut funktioniert oder durch wirtschaftliche Stärke trumpft.

Außer China, welches sein Volk (die Ressource Mensch) verheizt und streng überwacht.
Und Saudi Arabien, welches nur durchs Erdöl reich ist und seine Bürger mit Angst und Schrecken zum gehorsam zwingt.

Die stärksten und wirtschaftlich erfolgreichsten Länder gehören zu jenen, in denen, wenn auch keine perfekte aber eine Art von Demokratie herrscht, freie Märkte und eine unabhängige Justiz vorhanden sind. Das liegt zum Teil natürlich auch an der größeren Freiheit und Sicherheit.
Auch Firmen fühlen sich sicher in demokratischen Ländern, in denen jeder mehr Rechte hat und eine unabhängige Justiz herrscht.

Willkür, unsichere Gesetzeslagen und Abhängigkeit von nur einem oder wenigen Entscheidern sind kein sicheres Biotop für Firmen die wiederum Arbeitsplätze und Wohlstand fördern könnten.
Der chinesische Markt ist hier eine Ausnahme. Er ist viel zu groß und bedeutend um von vielen Firmen umgangen zu werden. Allein schon die billigen Arbeitskräfte lassen jedes Unternehmerherz höherschlagen. Dafür werden einige Nachteile und Unsicherheiten, sowie Umerziehungslager und weitere Menschenrechtsverletzungen in kauf genommen.
Ähnlich wie in Saudi-Arabien.
Was für hervorragende Businesspartner für Deutschland Europa und den Westen.
Da freut sich natürlich auch unsere Politik drüber. Kommt doch alles auch unserer Wirtschaft zu gute.
Und wir Bürger lieben doch auch alle unsere von Kinderhand und Zwangsarbeit genähten Klamotten und den günstigen Plastikschrott aus Fernost.

Es braucht ein sich stetig selbst kontrollierend und regulierendes System.

Wichtige Entscheidungen auf den Schultern weniger, das kann enorm riskant sein.

Sehr viel Macht in den Händen weniger ist gefährlich.

Menschen sind auch Psychopathen. Wir alle haben unsere Macken. Macht birgt ein sehr hohes Risiko für menschliche Psychen.

Vielen steigt die Macht zu Kopfe.

Menschen sind anfällig für Machtbesessenheit und Menschen haben Stimmungsschwankungen.
Da gibt es keine Ausnahmen.

Macht verleitet und Macht treibt manche Typen von Artgenossen auch an. Sie streben nach Machtpositionen um Kontrolle ausüben zu können. Es gibt natürlich viele Politiker die für etwas einstehen und wirklich etwas Gutes bewegen wollen. Und es gibt Machtbesessene die nur der Macht wegen an die Macht wollen. Und es gibt beides. Wer autokratisch herrschen möchte, ist immer Machtbesessen. Und hat unter anderem Schwierigkeiten mit Kritik umzugehen, angst vor Kontrollverlust, und Autoritätsprobleme. Nicht selten stecken tiefe psychologische Diskrepanzen dahinter. Ich behaupte, Diktatoren sind ausnahmslos Narzissten.

Ein Mensch der im Großen und Ganzen mit sich im Reinen ist, hat anderes zu tun, als Macht über andere erlangen zu wollen.

In einer Autokratie oder Diktatur herrscht teilweise Willkür. Alles ist von der Laune der Führung abhängig.

Freiheit ist eines der größten Bedürfnisse der Menschen.
Das Freiheitsgefühl ist jedoch in Diktaturen enorm eingeschränkt.
Dadurch wird auch Kreativität unterdrückt. Kreativität die zum Teil der Gesellschaft oder Wirtschaft dienlich sein könnte.
Jedes falsche Wort kann zu einer unverhältnismäßigen Bestrafung führen.

Sicherheit.
Was bringt es ein Sicherheitsgefühl zu bekommen, weil Gewaltverbrecher und Diebe sofort auf unbestimmte Zeit weggesperrt oder abgeschoben werden, Du selbst aber jederzeit alles was Dir lieb ist, unbegründet weggenommen bekommen kannst? Und das ohne das Du dagegen klagen könntest.
Was bringt eine harte Hand, wenn sie willkürlich eingesetzt wird?
Was bringt Sicherheit, wenn man nicht frei reden kann ohne Angst haben zu müssen im Umerziehungslager gefoltert zu werden?

Nichts ist schlimmer, als etwas gut reden zu müssen, was man im tiefsten inneren absolut nicht gut findet oder unterstützen möchte.

Jene Menschen, die laut nach einem Führer schreien sollten mal unter einem gelebt haben.
Schnell würden sie sich Ihre alte Freiheit, Sicherheit und Ihre Rechte zurückwünschen.

Ein Regimegeführtes System kann auf Dauer nur wirklich funktionieren, wenn für die Allgemeinheit ausreichend gesorgt ist und das Freiheitsgefühl der Menschen größtmöglich erhalten bleibt. Die Führung Objektiv und selbstkritisch mit sich umgeht, Selbstkontrolle betreibt und ihre Macht nicht missbraucht. Es darf keine Willkür herrschen und muss Sicherheiten und Rechte geben.

Da das jedoch nirgends der Fall ist, wird auf Unterdrückung, Verbote und Einschüchterung gesetzt.
Und dadurch auf lange Sicht das eigene wirtschaftliche und gesellschaftliche Grab geschaufelt.

Autokraten und Diktatoren sind nicht immer blutrünstige Monster aber immer Unterdrücker.
Ihre Macht kann nur durch radikalere Schritte gefördert und erhalten bleiben.

Trotz allen Problemen ist die Demokratie immer noch das beste System.

Doch es muss verändert werden. Es muss demokratischer werden hierzulande und in vielen anderen Demokratien auch.

  • Vieles muss schneller vonstattengehen.
  • Auch hier muss mehr Sicherheitsgefühl geschaffen werden.
  • Und Korruption bekämpft werden.

Dann vertrauen die Menschen auch einer demokratisch gewählten Regierung wieder, stark zu sein und mehr im Griff zu haben.

Streiten ist etwas Wunderbares, wenn es fair und zielorientiert vonstattengeht.

  • Es muss wieder um Inhalte gehen und es müssen Veränderung her.
  • Es muss etwas Sichtbares für die Menschen entstehen.

Wenn schon kein Hauptstadt-Flughafen dann wenigstens bezahlbarer Wohnraum.

  • Es braucht, Projekte die der Allgemeinheit Dienen anstatt Steuergeldverschwendungen.
  • Härteres durchgreifen bei Gewalt und Umweltverschmutzungen. Mehr Investition in Justiz und Polizei um wieder mehr Ordnung herzustellen.
  • Erfolgreiches Abschieben derer die Ihr Bleiberecht verwehrt haben und leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt  und zur Bildung für jene die willens sind sich zu integrieren.
  • Mehr förderungen für Start-ups.
  • Mehr investition in Digitalisierung.
  • Zukunftsperspektiven.
  • Transparenz und Eindämmung aggressiver Lobbyarbeit. Bekämpfung der Korruption.
  • Abbau bürokratischer Hürden.
  • Eine funktionierende Verwaltung (Stichwort Berlin z.B).

Schnellere Entscheidungen in allen Bereichen.

Aber vor allem auch endlich wieder Inhaltsorientierte Arbeit.

Wenn die regierenden Parteien in diese Dinge nicht in den Griff bekommen. Dann werden Sie es in Zukunft noch deutlich schwerer haben. Und die Demokratie in Europa weiter an vertrauen und Zustimmung verlieren.

Am Ende geht es darum die bestmöglichste Balance aus Freiheit, den Rechten des einzelnen, dem wohle des Kollektivs und einer funktionierenden Gesellschaft zu erhalten.
Und in diesem Sinne ist Demokratie nun mal das beste was wir momentan auf diesem Planeten haben.

Es muss ein passender Mittelweg aus funktioneller Führung zum Wohle des Kollektivs und der Freiheit und den Rechten der Einzelnen hergestellt sein.

Ja diese träge langsame Demokratie nervt. Aber wir haben es noch immer besser als Menschen die in einer Diktatur leben müssen.

Demokratie richtig ausgeführt ist das beste System was menschlichen Gehirnen je entsprungen ist.
Die Demokratie kann nichts dafür, das sie nirgends bestmöglich ausgeführt wird.
Wer weis was die Zukunft bringt.
Bisher zumindest, können wir froh sein wenigstens ein bisschen Demokratie zu haben.
Aber wir müssen sie optimieren und die best möglichste Form der Demokratie herstellen.

Ansonsten kann es passieren, dass wir sie nach und nach verlieren.

 

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Georg Kirschstein

Georg Kirschstein

Hi, ich bin Georg
von der Spezies Mensch.
Nach einer teilweise schwierigen Kindheit, in der so manches Chaos herrschte, geriet ich immer mehr, vom fröhlichen beliebten Jungen, in einen selbst-hassenden, unsicheren, depressiven jungen Menschen. Ich merkte damals nicht, dass mich die Probleme Zuhause schleichend depressiv machten und veränderten. Es folgten viele Jahre reichhaltiger Alkoholkonsum und Drogenexperimente. Nur durch Verdrängung, konnte ich mich und meine Umwelt ertragen. Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, was Glück und Freude sein können. Ich war soweit unten, dass ich am absoluten Nullpunkt angelangt war. Ein sehr spannender, aber beängstigender Punkt. Heute bin ich unglaublich dankbar, dass ich mich an dieser Kreuzung für das Leben entschieden hab. Nach einer Selbstfindungsphase, mit Therapie und vielen wichtigen Erkenntnissen, Höhen und Tiefen, Beziehungen, vielen verschiedenen Jobs (unter anderem im Altenheim, für die Telekom im Verkauf, als Autovermittler, im Krankenhaus, als Tischler in einer Ausbildung, als Avocado Bauer usw.) und einer Reise ans andere Ende der Welt und vielen tollen Begegnungen, kann ich seit einiger Zeit sagen, das ich dem glücklich sein ziemlich nahe bin und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Liebe, schätze und genießen kann. Mit dem heutigen Wissen, weiß ich das Licht und Schatten eng beieinander liegen und es eben kein langer und harter Weg sein muss, aus einer Krise, Depression oder Unzufriedenheit heraus zu kommen. Solange man sich wieder auf seine eigentliche Natur begibt, nämlich dem Mensch sein an sich. Ein Hase kann auch nicht erfolgreich sein, wenn er versucht eine Schlange sein zu wollen. Der Unterschied ist, das der Hase das weiß und wir Menschen oft leider nicht. Aber genug von Hasen und Schlangen. Seit langem beschäftige ich mich mit Psychologie, Selbstverwirklichung, Lebenskunst, Gesundheit, Meditation und der eigentlichen Wirklichkeit des Lebens und Seins. Und hoffe durch diesen Blog auch anderen ein bisschen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen zu können.

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