der bauer der sein glueck zaehlte mithilfe der gluecksbohnen ins einer tasche

Foto: Robert S. Donovan

Oft vergessen wir im Alltag, wie viele Glücksmomente wir eigentlich haben, weil wir uns meist nur noch auf die großen Glücksmomente fokussieren und die kleinen Dinge in der Hektik schnell untergehen, ohne das wir von ihnen zehren können. Diese Geschichte ist, wie ich finde, ein tolles Beispiel, wie wir unsere Sinne wieder, für das viele schöne im Leben, schärfen können und dabei doppelt profitieren.

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Burkhard Heidenberger

 

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