mann an einer mauer die ihm im weg ist

Die Mauer um mich

Die Mauer ist hoch die Mauer ist kalt.
Ich hab sie vorher nie gesehen,
doch jetzt weis ich sie ist schon lange da.
Ich kann sie anfassen,
sie umgibt mich.
Sie bröckelt an einigen Stellen.

Ich möchte nicht dass sie zerfällt.
Ich fühle mich sicher hinter ihr.
Ich geh lieber einen Schritt zurück.
Weis nicht was dahinter ist.

Es könnte vieles sein.
Es macht mir Angst.
Nein lieber bleib ich hier
bei diesen Ziegelsteinen.
Ich werde sie dicker bauen,
sie soll nicht kaputt gehen.

Nehme den nächsten Stein.
Einen nach dem anderen.
Und dann den Letzten,
auf dem steht geschrieben „vertrauen“.
Was soll dass heißen.
Ich weiß es nicht mehr.

Fühle mich schlecht und fühle mich leer.
Vielleicht sollte die Mauer noch dicker Sein.
Doch ich hab keinen einzigen Stein mehr und bin erschöpft,
Ich leg mich lieber hin.
Doch die Gedanken sind laut.
Frage mich immer wieder, was ist wohl der Sinn.
Gibt es noch andere Menschen hinter Mauern.
Hab ich sie erschaffen oder jemand anderes.

Ich fühle mich allein. Keine Steine mehr da.
Aber die Mauer wird halten. Oder nicht?
Ich trete noch mal heran.
Sie bröckelt schon wieder
dass gibt es doch nicht
fühle mich kraftlos doch was soll ich  tuhn.

Die Unsicherheit bringt mich noch um.
Finde keine Ruhe mit mir selbst.

Ich hab keine Wahl.
Mein Entschluss steht fest.
Ich muss es schaffen.
Muss all meinen Mut zusammenraffen.
Mich erheben und die Mauer überwinden.

Nur dort kann ich wahrscheinlich neue Ziegelsteine finden.
Georg Kirschstein

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Georg Kirschstein

Georg Kirschstein

Hi, ich bin Georg
von der Spezies Mensch.
Nach einer teilweise schwierigen Kindheit, in der so manches Chaos herrschte, geriet ich immer mehr, vom fröhlichen beliebten Jungen, in einen selbst-hassenden, unsicheren, depressiven jungen Menschen. Ich merkte damals nicht, dass mich die Probleme Zuhause schleichend depressiv machten und veränderten. Es folgten viele Jahre reichhaltiger Alkoholkonsum und Drogenexperimente. Nur durch Verdrängung, konnte ich mich und meine Umwelt ertragen. Irgendwann wusste ich nicht mal mehr, was Glück und Freude sein können. Ich war soweit unten, dass ich am absoluten Nullpunkt angelangt war. Ein sehr spannender, aber beängstigender Punkt. Heute bin ich unglaublich dankbar, dass ich mich an dieser Kreuzung für das Leben entschieden hab. Nach einer Selbstfindungsphase, mit Therapie und vielen wichtigen Erkenntnissen, Höhen und Tiefen, Beziehungen, vielen verschiedenen Jobs (unter anderem im Altenheim, für die Telekom im Verkauf, als Autovermittler, im Krankenhaus, als Tischler in einer Ausbildung, als Avocado Bauer usw.) und einer Reise ans andere Ende der Welt und vielen tollen Begegnungen, kann ich seit einiger Zeit sagen, das ich dem glücklich sein ziemlich nahe bin und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen Liebe, schätze und genießen kann. Mit dem heutigen Wissen, weiß ich das Licht und Schatten eng beieinander liegen und es eben kein langer und harter Weg sein muss, aus einer Krise, Depression oder Unzufriedenheit heraus zu kommen. Solange man sich wieder auf seine eigentliche Natur begibt, nämlich dem Mensch sein an sich. Ein Hase kann auch nicht erfolgreich sein, wenn er versucht eine Schlange sein zu wollen. Der Unterschied ist, das der Hase das weiß und wir Menschen oft leider nicht. Aber genug von Hasen und Schlangen. Seit langem beschäftige ich mich mit Psychologie, Selbstverwirklichung, Lebenskunst, Gesundheit, Meditation und der eigentlichen Wirklichkeit des Lebens und Seins. Und hoffe durch diesen Blog auch anderen ein bisschen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen zu können.

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