wissenschaftlerin amy im laborExperten werden wie Götter verehrt und wissenschaftliche Studien wie Botschaften aus irgendeiner Heiligen Schrift gefeiert. Sind wir nach der Befreiung durch die Fesseln der lange Zeit herrschenden Religion, nun ins andere Extrem gerutscht und glauben blind und ausnahmslos an alles was uns Wissenschaftlich aufgetischt wird? Wie viel religiöse Züge stecken in unserem Glaube an die Wissenschaftlichen belege?

Sicherheiten und Ergebnisse braucht der Mensch, egal wo diese herkommen.

Bevor man etwas vertrauen schenkt, muss da irgendein Siegel drauf sein. Wir, als Pöbel lieben die Bezeichnungen, welche uns Kontrolle und Sicherheit suggerieren.

Ist das auch wissenschaftlich erwiesen?, ist eine häufige Sicherheitsfrage der verunsicherten Bevölkerung im 21. Jahrhundert.

Besonders beliebt bei den deutschen ist, wenn eine Zeitung oder der Mann im Fernseher verkündet, dass Wissenschaftler aus den USA oder deutsche Wissenschaftler etwas herausgefunden, entdeckt, belegt oder bestätigt haben. Stammen die neuen Entdeckungen aus Turkmenistan oder Uganda, so ist das Vertrauen und die Begeisterung eher gedämpft. Dennoch, allein die Worte, „wissenschaftlich erwiesen“, lassen doch jeden ein bisschen beruhigter oder neugierig sein. Unser Gehirn wurde darauf trainiert, –  wissenschaftlich erwiesen = zugreifen, kaufen, machen, glauben, vertrauen. DAS IS DER WAHRHEIT. DAS MUSS DER WAHRHEIT SEIN.

 Ist etwas nicht oder noch nicht wissenschaftlich erwiesen, dann findet es weniger Beachtung und Anerkennung. Ziemlich unfortschrittlich, könnte man meinen, denn alles war doch einmal zuerst wissenschaftlich unbewiesen. 

Die Wissenschaft ist ein sehr breitgefächerter, umfangreicher und wichtiger Bereich.

Aber ist es den generell gut, dem ganzen so viel Vertrauen entgegenzubringen, wie es heutzutage sichtbar, überall der Fall ist?

Wird man der Wissenschaft und der Forschung durch dieses viele Vertrauen überhaupt gerecht und kann es sinnvoll sein sich so extrem darauf zu stützen?

Schon jetzt dreht und wendet sich jeder die Wissenschaften und deren Ergebnisse wie er es braucht.

Auch wenn, es zahlreiche wissenschaftliche Belege gibt, dass beispielsweise Hektik, Rauchen, Kartoffelchips, Zucker und Alkohol, schädlich sind, so ignorieren wir die Wissenschaft hier sehr gerne, während wir in anderen Bereichen auf wissenschaftliche Belege beharren.

Wer gerne Kaffee trinkt, beruft sich auf Studien, die den Kaffee gut dastehen lassen. Wer keinen Kaffee mag, der findet Studien die belegen, dass Kaffee ungesund sein kann. Die Wissenschaft bietet für jeden etwas.

Forscherdrang, Antworten, Fortschritt, neue Horizonte, Verbesserung der Lebensumstände, Gesundheit und Erkenntnisse. All das sind die Eigenschaften für die ich die Wissenschaften so liebe.
Die Realität im 21. Jahrhundert sieht leider zu weiten Teilen anders aus.
Abhängigkeit, Profit, Manipulation, geschönte, verheimlichte, gekaufte Ergebnisse stehen ganz oben im Wachstumsnotwendigen Markt-System. Die Wissenschaft denkt vor allem im Gewinn und nicht in einer der oben genannten Sparten. All die genannten Vorteile sind natürlich nette Nebeneffekte auch da sie gute Verkaufsargumente sind.
Verbesserung, Innovation und Fortschritt ja, aber nur dann und dort, wo wir dabei auch die meiste Kohle machen. Dies ist der Motor der meisten Forschungen auf diesem Planeten. Gewinn ist die Triebkraft einer Instrumentalisierten und abhängigen Wissenschaft.

Zurück zum Kaffee. Tchibo beispielsweise, – würde kaum Studien veröffentlichen, die den Kaffeegenuss in ein schlechtes Licht rücken würden.

Ein Pharma-Unternehmen,- würde kaum Studien veröffentlichen in denen hervorgehen würde, dass zum Beispiel Kaffee bei Alzheimer helfen kann. Sie wollen natürlich ihr eigenes Alzheimer Präventivmittel verkaufen. Da könnte Ihnen billiger Kaffee ein Milliardengeschäft versauen. Und so ist dies bei allen Dingen.

Sobald die passenden Ergebnisse da sind, welche entweder, die Produkte oder Angebote anderer
Unternehmen sowie kostengünstige Hausmittel oder Naturmittel schlecht dastehen lassen, oder das eigene Produkt untermauern und in den Himmel heben, werden die Medien kontaktiert und das ganze dann mit glücklichen Menschen auf tollen Bildern, als neue wissenschaftliche Erkenntnis und als tolles neues Produkt präsentiert, welches jeder sofort haben muss.

Viele wissenschaftliche Ergebnisse, werden natürlich nicht veröffentlicht. Viele wahrscheinlich auch bewusst untergraben und vertuscht, da sie den Menschen dienen und/oder helfen könnten, ohne viel Geld in die Kassen des Konzerns zu spülen. Alles was hilft, weiteren Wachstum zu generieren, wird natürlich genutzt und instrumentalisiert, wichtiger Part dabei ist natürlich die Forschung.

Ja wir wollen alle wissenschaftliche Beweise, egal aus welchen Labor sie stammen.  Wissenschaftlich ist gut.

Egal wie viel geforscht wird, es werden die Ergebnisse veröffentlicht die dem Gewinn und nicht vorzugsweise der Menschheit dienen, das sollte doch jedem klar sein. Unsere Entwicklung und unser Fortschritt läuft dadurch mit angezogener Handbremse und nicht unbedingt in die Richtung, welche unsere Lebensumstände und den Planeten besser und gesünder machen.

Der Konsument liest am Ende nur bestimmte Stichworte, welche ihn sofort begeistern und sicher fühlen lassen. Egal ob daneben ein identisches Produkt für 2,5 Euro weniger liegt, man greift gerne das mit den fachmännischen Worten drauf.

Die Macht der Bezeichnung ist allgegenwärtig und nimmt uns sofort ein.
„Wissenschaftlich belegt“, „klinisch geprüft“, „dermatologisch getestet“, „von Experten bestätigt“, solche Worte sind Verkaufsschlager. Ob das ganze dann unabhängig und ehrlich ist, und die Methodik oder Umstände, mit denen die Studien durchgeführt wurden, weiß der Verbraucher natürlich nicht hundertprozentig. Dafür interessiert er sich aber auch kaum, denn allein das Wort wissenschaftlich, das Wort getestet das Wort Experte genügt ihm als absolute Wahrheit und Sicherheit.

Wir fühlen uns sicher, wenn Menschen mit einem wissenschaftlichen Studienabschluss, sich etwas angesehen und ein Stempel darauf gemacht haben.
Und besonders die Medien fördern dieses allgemeine Fehlbild der Wissenschaft, als alleiniger Allheilsbringer, als bedingungslose und absolute Wahrheit in allen Bereichen verkauft zu werden.

Des Weiteren, wird Wissenschaft auch nur von Menschen praktiziert. Auch das scheinen einige immer wieder zu vergessen. Menschen voller Emotionen, Erfolgsdruck, Stärken, Schwächen und Fehlern. Menschen irren immer wieder mal.

Die Wissenschaft ist kontrovers. Vieles was sie lieferte, gab Antworten, vieles hilft den Menschen, vieles schadet den Menschen. Manches was jetzt wissenschaftlich belegt ist, wird wohl widerlegt werden, manches verschwindet in der Versenkung, manches wird vertuscht und manches was sich heute auf wissenschaftlichen Belege stützt wird vielleicht sogar in Zukunft Verboten sein. So war es immer.

Manches wird nur einmal oder wenig erforscht. Aber vieles wird immer und immer wieder von verschiedenen Seiten und Blickwinkeln untersucht. Natürlich das, wo besonders viel Ruhm und Gewinn erwartet wird, viele Fördergelder fließen oder starke Wirstchaftsinteressen dahinterstecken.

Wissenschaftler streiten untereinander, verschiedene Studien zum selben Thema heben sich stetig auf oder ergeben verschiedene Ergebnisse. Ergebnisse werden geschönt, gekauft oder manipuliert. Manches wird Jahre später über den Haufen geworfen oder ganz anders dargestellt als es frühere Studien hervorbrachten.

Der Laie ist verwirrt, freut sich aber wenn er überhaupt auf irgendwelche wissenschaftliche Belege blicken kann.

Dabei ist doch das tolle an der Wissenschaft, dass sie nicht stur ist. Die Wissenschaft hält sich offen ständig widerlegt und neu betrachtet, wieder umgeschmissen und neu aufgerollt zu werden.
Die Wissenschaft will Antworten finden aber sie gab sich niemals selbst den Stempel, dass sie immer Fakt ist, dass sie stetig die absolute, endgültige und einzige Wahrheit bereithält. Und genau das vergessen viele Menschen immer wieder.

Sie glauben, das wenn etwas wissenschaftlich erforscht, untersucht oder erwiesen ist, dass dieses Ergebnis, dann in jedem Fall immer so bleibt und eine endgültige, festgelegte, reine, unantastbare Tatsache ist, welcher man uneingeschränkt und bedingungslos Vertrauen und Glauben schenken kann.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass unser Wissensstand nicht final irgendwo aufhört und schon gar nicht vollkommen ist. Unser Wissensstand ist nur eine Momentaufnahme. Unsere Wissenslücken sind groß, wir stehen gerade erst am Anfang. Sehr vieles auf der Erde und so gut wie alles im Weltraum muss erst noch erforscht werden. Mit jeder vorläufigen Antwort kommen viele weitere Fragen auf.

Die menschliche Entwicklung ist noch nicht sonderlich weit und noch nicht sehr fortschrittlich, weise und aufgeklärt. Erst vor 70 Jahren haben wir Deutschen noch Teufelsaustreibungen praktiziert.

Es ist nicht lange her dass Menschen die vor Hitler warnten, als Verschwörungstheoretiker geächtet wurden.

Erst seit kurzem haben wir die wunderbare Erfindung des Internets, welches auch zuerst von Skeptikern kritisch betrachtet wurde.

Und vor allem auch in den Wissenschaftlichen Bereichen stehen wir noch ziemlich am Anfang der Entwicklung.
Selbst die Evolutionslehre weist noch viele Lücken auf, bei denen Wissenschaftler wohl noch eine ganze Weile kontrovers diskutieren werden.

Wir werden nie ankommen, es gibt tausender offener Fragen und wenn wir uns nicht bald aus der Klemme befreien, dass Fortschritt und Innovation nur dort geschieht, wo viel Geld fließt und Gewinn erwartet wird, dann werden wir uns auch noch lange Zeit nicht sonderlich schnell und fortschrittlich und effizient in die richtige Richtung entwickeln. Eine freie, flächendeckend, unabhängige Wissenschaft, würde den Fortschritt, die Innovation und den Wandel zu einer stabileren effizienteren, gesünderen Gesellschaft enorm beschleunigen und um ein Vielfaches erhöhen.

Nichts wäre besser für unseren technologischen wie gesellschaftlichen Fortschritt, als eine flächendeckend, unabhängige Wissenschaft und Forschung.

Leider haben wir momentan weitreichend nur ein Business namens Wissenschaft.
Eine angekettete, gefangene, blockierte, einseitige, abhängige Wissenschaft.

Auch unser Denken ist in vielen Bereichen noch relativ mittelalterlich.

Alles was fremd, ungewohnt oder unvorstellbar ist, ist zuerst einmal Humbug oder esoterisch, Ketzerei oder Verschwörungstheorie. Diese Negativ Vermutungen gelten solange bis die Zukunft oder die Forschung etwas anderes beweist oder Bestätigung liefert.
Manches was damals als Humbug oder Esoterik galt, ist heute wissenschaftlich bewiesen und Alltagsgegenstand. Manches was vor wenigen Jahren als erwiesen galt ist heute eher als Esoterik zu betrachten.

Manches wurde wissenschaftlich erwiesen, dann mal wieder nicht mehr, dann mal wieder doch aber anders, usw.

Manches ist mittlerweile verboten oder stellte sich als falsch heraus.

Vieles was vor zehn Jahren noch nicht wissenschaftlich erwiesen war, gilt heute als wissenschaftlich belegt und wird es auch bleiben bis eine andere Studie wieder etwas Neues behauptet.

Bei allem was uns angeboten wird im Leben, egal ob Wissenschaft, Religion, Konsum oder Informationen, ist es unsere Aufgabe herauszufinden was für uns als richtig und wahr angenommen werden kann. Es liegt an uns auch Nachforschungen zu betreiben und herauszufinden welche Studien beispielsweise die unabhängigeren waren. Irgendwann müssen wir dann vertrauen und dies mit unserem empfinden vereinbaren, sonst könnten wir gar nichts mehr konsumieren oder glauben. Nur das blinde Vertrauen und der blinde Glaube, ist das extrem der heutigen Konsumgesellschaft. Ein Extrem welches sich still und heimlich in den Köpfen einnistet und uns verblendet.

Den finalen wissenschaftlichen Beweis kann es in vielen Bereichen kaum geben.
Vieles ist nicht zu 100 % beweisbar und schon gar nicht endgültig.

Es kann gut möglich sein, dass in 20 in 50 in 100 oder in 500 Jahren mit neuen Erkenntnissen und neuer Technologie, sich so manche unserer jetzigen aktuellen Erkenntnisse und Belege als falsch herausstellen. Über manches, was wir jetzt als absolute Wahrheit annehmen und dem wir vertrauen wird wohl später vielleicht mal gelächelt werden. Und so wird es immer sein. Je unabhänger die Wissenschaft wird, desto früher wird dies geschehen.

Wir als Volk entscheiden wie lange wir das Spiel noch mitspielen und wann und wie wir uns endlich von den Ketten lösen die uns und unsere Gesellschaft und den Fortschritt aufhalten und blockieren.

Nicht alles, was jetzt wissenschaftlich belegt ist, ist auch gut und wahr, gesund und hilfreich. Und nicht alles was nicht greifbar oder nicht oder noch nicht belegt oder erwiesen ist, muss ungesund, Humbug oder Quatsch sein.

Die Wahrheit ist wahrscheinlich wie so oft irgendwo in der Mitte.

Doch wenn nicht die Wissenschaft, was soll uns denn dann noch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben in diesem Konsum und Informationsdschungel dieser schnellen und vielfältigen Wucherwelt? Wenn nicht den Experten wem sollen wir denn dann vertrauen?

Die Wissenschaft leistet trotz der Abhängigkeit und Gewinnorientierung in vielen Bereichen gute Arbeit wie ich finde. Ohne sie hätten wir vieles nicht.
Es geht einfach nur darum ihr gerecht zu werden, was sie momentan unter diesem System ist und für was sie instrumentalisiert wird. Nämlich etwas, dem man aus verschiedenen Gründen nicht blind vertrauen sollte.

Es wäre absolut falsch jetzt ins andere Extrem zu schwenken (so wie wir Menschen es nun mal gerne machen) und die Wissenschaft und ihre Ergebnisse jetzt generell zu verteufeln.

Die Wissenschaft ist wie ein Schlüssel welcher in viele Türen passt. Man kann Menschen damit zahlreiche Türen öffnen. Oder Sie Ihnen vor der Nase zu sperren.
Der Schlüssel kann nichts dafür wie er benutzt wird, entscheidend ist wer ihn in der Hand hält.

In der schnellen heutigen kapitalistischen Welt sind bestimmte Werte und Punkte enorm wichtig geworden. Wichtiger denn je ist Respekt, Zusammenhalt und das eigene Innere Empfinden. Bezug zu sich selbst, zu seinem Bauch und Körpergefühl sind wichtige Voraussetzungen um das eigene Empfinden bei den täglichen Entscheidungen wahrnehmen zu können.
Ich bin der Meinung das, wenn sich dem eigenen klaren empfinden nach, etwas gut anfühlt und mit logik und Verstand vereinbart, kann man der Sache auch eine Chance geben und es ausprobieren, egal ob da der Stempel erwiesen drauf ist oder nicht. Das eigene menschliche Empfinden gepaart mit Logik und Verstand ist mehr Wert als jede Bezeichnung und jeder Expertentitel.

Wer ein gesundes Empfinden hat, wird kein Toilettenreiniger trinken nur weil der wie Limonade aussieht.
Würde es jedoch eine Studie von einer Chemiefirma geben, die belegt, das Toilettenreiniger sich bei Ratten als unbedenklich erwies und das Abnehmen erleichtert, viele Menschen würden die Brühe einfach trinken. Würde ein Experte vorschlagen das Zeug zu trinken. So mancher würde es machen. Es hat ja schließlich ein Experte empfohlen.

Viele Dinge die den Menschen gut tun, brauchen keine wissenschaftlichen Beweise.

Auch Meditation galt hierzulande lange als esoterischer Humbug, bis sich Wissenschaftler diesen Bereich vorgenommen hatten. Und selbst, wenn es keine wissenschaftlichen Beweise geben würde können Millionen von Menschen bestätigen dass die Meditation Einfluss auf ihren Körper ihre Psyche und Heilungsprozesse nimmt.

Solange der Körper positiv drauf reagiert ist doch scheißegal, wie das vonstattengeht und ob es da schon wissenschaftliche Grundlagen dafür gibt.

Lange Zeit gab es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Rauchen schädlich ist und doch kann sich jeder Mensch ohne Doktortitel vorstellen, das Rauch nichts in der Lunge zu suchen hat.

Auch gab es keine Beweise das ein Waldspaziergang gesund ist, dennoch weiß jeder das es gut tut und entspannt. Und so ein Waldspaziergang die Akkus und die Energie aufladen kann. Wer braucht da irgendwelche Studien, wenn es das eigene Körperempfinden und den klaren Verstand gibt.

Bei Dingen die wahrscheinlich niemals wissenschaftlich bewiesen werden können, wie zum Beispiel vielen Facetten einer Religion, ist meiner Meinung nach doch das entscheidende ob es den Menschen gut tut oder nicht. Solange auch dies nicht anderen als absolute, einzige Wahrheit aufgedrängt oder damit Kohle gemacht so wie Machteinfluss genommen wird, kann ich, auch als nicht religiöser Mensch, nichts Schlechtes daran sehen.

Schon allein der Placeboeffekt wissenschaftlich erwiesen beweist, wie sehr Gedanken und das was wir glauben auf uns und unseren Körper einwirken.

Es ist wissenschaftlich erwiesen das Menschen, die sich gut fühlen und glücklich sind, eine höhere Wahrscheinlichkeit auf ein längeres und gesünderes Leben haben. Glauben wir dieser Studie oder nicht, es scheint absolut Sinn zu ergeben und eine gewisse Logik zu besitzen, das zufriedene Zellen länger gute Arbeit verrichten und die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt sind.

http://www.alltagsforschung.de/gluckliche-menschen-leben-langer/

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/tid-32312/schneller-gesund-werden-die-biologie-des-gluecks-glueckliche-menschen-leben-laenger_aid_1041059.html

Aber auch ohne diese wissenschaftlichen Beweise wie sehr Psyche, Gedanken und Körper in Einklang stehen, würden die Menschen wissen was Ihnen gut tut, wenn sie auf ihr Empfinden achten.

Lasst euch nicht von Menschen täuschen, welche die Gutgläubigkeit ausnutzen, sich als Wunderheiler anpreisen und viel Geld für irgendwelche Gerätschaften oder Kurse verlangen. Lasst euch auch nicht jedes Medikament von Ärzten ohne zweite Meinung aufschwatzen schiebt nicht alles was ihr nicht kennt oder was nicht verständlich oder noch nicht begreifbar oder noch nicht erwiesen ist, in die Schublade des unmöglichen, des esoterischen oder der Spinnerei. Lasst euch nicht von Titeln Kennzeichen und wissenschaftlichen Zertifikaten blind einnehmen und ausnutzen.

Schließt nicht das eine aus, nur weil das andere teilweise hilfreich ist. Nehmt nicht das eine als absolute Wahrheit, nur weil das andere für euch nicht infrage kommt.
Ein freier Geist kann sich von allem das Beste herauspicken.
Probieren geht oft über studieren.
Vertrauen ist gut, blindes Vertrauen ist Gift.

Als Methodik einer gesunden (nicht Angst oder Vorurteilen geleiteten) Skepsis, nehme ich immer gern folgende Leitsätze.

  • Überall wo viel Geld gemacht wird, ist generell eine gesunde Skepsis und Einblick ins Innere empfinden ratsam. Egal ob es sich um wissenschaftlich betrachtete Dinge oder nicht handelt. Menschen lassen sich teilweise schnell durch Geld oder die Möglichkeit schnell viel Geld zu erwirtschaften, zu Betrug hinreißen.
  • Überall wo es um viel Macht und Vorteilsnahme geht, zum Beispiel in bestimmten Glaubensrichtungen und/oder Wirtschaftsmacht, ist meiner Meinung nach auch eine gesunde Skepsis angebracht.
  • Überall da, wo besonders viel Angst erzeugt wird, finde ich ein besonderes Maß an Skepsis wichtig. Denn Angst erzeugen und dann die passende Lösung liefern, ist beliebtes Verkaufs, Manipulations Macht und sogar Propaganda/Kriegs – Instrument.
  • Überall da wo die Balance zu fehlen scheint und extreme herrschen, wo stark in eine Richtung gedacht und gehandelt wird ist es auch besonders ratsam zweimal darüber nachzudenken.
  • Und überall dort wo Alternativlosigkeit gepredigt wird, sollte man wachsam sein. Alternativlosigkeit wird auch sehr gerne als Verkaufs und Machtinstrument, sowie als Argument jemanden in eine Richtung zu drängen und zu manipulieren, genutzt.

Wenn jemand sagt, nur diese Praktiken helfen dir, nur das eine ist die Wahrheit. Es gibt keine anderen Möglichkeiten nur dieser eine Therapie hilft gegen dies und jenes. Nur dieses eine Wirtschaftssystem ist möglich. Nur ein solcher Konsum hilft zu einem ganz langen Leben. Nur das eine macht dich glücklich. Dies und jenes ist unvermeidbar. Es gibt nur diese eine Richtung. Nur dieser Weg ist der richtige. Auch bei solchen einseitigen Formulierungen, egal von wem sie stammen, ist genaueres „darüber nachdenken“ hilfreich, wie ich finde.

Angst, Alternativlosigkeit/Mangel an Balance/Einseitigkeit/Extreme, Macht, Gewin/Vorteilsnahme, – Bieten Gründe zur gesunden Skepsis. Egal ob in wissenschaftlich und wirtschaftlich anerkannten oder anderen Bereichen.

Eine gesunde Skepsis ohne Angst und Panik und ohne ständiges Misstrauen ist absolut möglich. Ein wissenschaftlich belegtes Thema ist nicht automatisch gut, richtig, schlecht, gesund, ungesund, unwiderlegbare Tatsache, oder falsch. Es geht nicht darum der Wissenschaft oder anderen Bereichen und Gegebenheiten unserer Welt nicht mehr zu vertrauen. Es geht nur darum vom Blinden-Gutglauben und blindem Vertrauen abzubekommen.
Sich nicht generell vom Slogan, „wissenschaftlich belegt“, abhängig zu machen, manipulieren zu lassen, sich darauf zu stützen und dem zu viel Gewicht zu geben. Nicht blind dem Vertrauen, was man von Geburt an kennengelernt hat und was einem durch das Umfeld und die Medien so beigebracht wurde, auch mal über den Tellerrand blicken, vergleichen, informieren und vorallem ausprobieren und eigene Erfahrungen machen.

Die Welt bietet enorm viele Möglichkeiten. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, links oder rechts, entweder oder. Sondern es gibt Vielfalt und es gibt entweder und auch obwohl. Ich glaube immer mehr Menschen verstehen das langsam.

Nichts ersetzt das eigene Empfinden, das freie vielseitige Denken, Kopf und Herz, unser Bauchgefühl und die Logik. Wer guten Zugang zu sich selbst hat, wird meistens ganz automatisch im für sich angemessenen Rahmen handeln und denken, ohne sich stetig Sorgen machen zu müssen.

Man kann nur raten sich zu entspannen, denn die Menschheit hat nichts unter Kontrolle.

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