Was ist Intelligenz ?

Die Menschheit tut sich schwer damit. Forscher und Psychologen weltweit streiten schon seit Ewigkeiten darüber gehirnwas genau denn Intelligenz ist und wie wir es wirklich definieren können. Diese Diskussionen werden wohl noch ewig so weitergehen. Charles Spearman versuchte mit seinem g-Faktor der Intelligenz schon eine allgemeine Formel für Intelligenz herauszuarbeiten. Doch dabei scheiden sich die Geister und auch der IQ-Test sagt nicht sonderlich viel über menschliche Intelligenz aus.

Der IQ Wert und Intelligenz

Hier nur einige Meinungen warum dieser Test nicht viel ueber Intelligenz aussagt.

  • IQ-Tests messen nur einen bestimmten Ausschnitt aus den Fähigkeiten eines Menschen. Es werden enorm viele menschliche Eigenschaften, wie z. B. die der emotionalen Intelligenz, Fantasie nicht mit einbezogen.
  • Die „Lösungsfähigkeit“ ist Trainerbar.
  • Es gibt unzählige verschiedene IQ-Tests.
  • Die getesteten Fähigkeiten sind stark von Erziehung und Erfahrungen abhängig. Vieles eine Frage der Gewohnheit und des Trainings.

Was nützt ein IQ von 180, wenn man sich nicht die Schnürsenkel zubinden kann oder nicht intelligent genug ist ein freundliches Wort für andere übrig zu haben? Oder nicht die Intelligenz besitzt Dinge zu stoppen welche die eigene Gesundheit ruinieren.

Ein IQ-Test kann höchstens Vergleiche zwischen Menschen einer gleichen Kultur ermöglichen, die den gleichen Test abgelegt haben. Nicht mehr und nicht weniger. Würde ein Indianer der im Urwald lebt den gleichen Test wie ein Europäer absolvieren würde er deutlich schlechter abschneiden. Dies hat jedoch nicht zu bedeuten das der Indianer weniger Intelligenz besitzt.

Der IQ-Wert sagt auch nichts über ein individuelles Profil aus. Hat man beispielsweise einen IQ von 120, ist es wichtig, wie sich dieser Wert zusammensetzt: Welche Fähigkeiten sind stärker oder schwächer ausgeprägt? Dies variiert aber bei jedem Menschen.

Es gibt die so genannte Fluide Intelligenz. Sie ist gewissermaßen angeboren. Für einige Gene konnte ein Zusammenhang mit der Intelligenzentwicklung nachgewiesen werden. Der Einfluss ist jedoch sehr gering, sodass die genetische Veranlagung keinesfalls als alleinige Erklärung für Intelligenzunterschiede ausreicht.

Die sogenannte kristalline Intelligenz ist das, was man gemeinhin als erworbenes Wissen bezeichnet. Sie besteht unter anderem aus dem Wissen, dem Wortschatz und den gesammelten Erfahrungen. Der klassische IQ steigt aber nicht generell durch den Erwerb von Wissen.

Es gibt unzählige verschiedene IQ Tests. Die meisten testen kognitives, strukturanalysierendes, systematisches und schlussfolgerndes Denken.

Das Ergebnis stellt durchaus eine klare Form von Intelligenz und bestimmten Fähigkeit dar, doch was Intelligenz ist besagt es nicht.

Intelligenz ist viel mehr als ein hoher IQ.
Intelligenz ist mehr als besonders schnell und exakt formen zu erkennen und zu ergänzen, mathematische aufgaben zu lösen, alle Bundeskanzler aufzählen zu können oder Bilderrätsel zu lösen.

Intelligenz ist mehr als Bildung, als Schnelligkeit, als Intensität.

Man darf Intelligenz auch nicht mit Wissen verwechseln. Wer viel Wissen besitzt muss keinen hohen IQ haben, sondern ist einfach sehr neugierig, wissbegierig oder fleißig oder kann sich Dinge gut merken. Ein guter oder schlechter Schulabschluss sagt nichts über die Intelligenz eines Menschen aus. Bewusstheit, Neugierde, Fleiß, Selbstvertrauen und auch Ehrgeiz, sind z. B. wichtigere Eigenschaften, welche fast jedem der möchte, seine beruflichen Ziele erreichen lassen können.

Wer gilt in der Gesellschaft als intelligent ?

Als intelligent werden Menschen mit einer schnellen Auffassungsgabe bezeichnet.
Menschen die schnell zusammenhänge erkennen.
Gut differenzieren können.
Gut kombinieren können.
Schnell dazulernen.
Sich viele Dinge merken, einprägen können.

Dies sind in etwa die Eigenschaften, welche auch ein IQ-Test testet.
Diese Eigenschaften werden um einen bestimmten Durchschnitt herum ausgewertet.

Dies beantwortet jedoch nicht was Intelligenz ist, sondern gibt einfach einen willkürlichen, kaum messbaren Durchschnitt an. Und ignoriert die Tatsache das dessen Ergebnis von Kultur zu Kultur variiert, von Tagesform, Umwelteinflüssen, Bildungschancen, Erfahrungen, Erziehung, Ernährung, Lebensweise und Genetik abhängig und niemals absolut ist.

Doch wenn Menschen nicht über ihre Handlungsweise nachdenken, kaum Empathie besitzen, nur mit dem Kopf denken so hat das mit Intelligenz wenig zu tun, diese Menschen können dennoch durchaus einen hohen IQ haben. Oder all die oben genannten Eigenschaften erfüllen.

Die wenigsten Menschen sind jedoch in zahlreichen Dingen den anderen überlegen. Viele sind in einer oder ein paar Dingen besonders gut, dafür aber in anderen nicht sonderlich. Der eine kann sich Dinge gut merken, sich dafür aber schlecht ausdrücken, während der andere quasseln und überzeugen kann, dafür vieles vergisst. Manch einer kann gut rechnen hat aber kaum Fantasie. Der andere hat ein Reaktionsvermögen wie eine Schlange kann aber schwer Dinge einordnen. Manche lernen spielend einfach neue Sprachen haben aber kaum räumliches Vorstellungsvermögen. Keiner von ihnen könnte als unintelligent oder dumm bezeichnet werden.

Meiner Meinung nach sollte ein halbwegs glaubhafter Intelligenztest, fernab von allen IQ Tests. Vielmehr Dinge berücksichtigen wie z. B. die kreative Intelligenz. Emotionale Intelligenz (jemand der sich gut in andere hineinfühlen kann besitzt in diesem Bereich eine gute Intelligenz.) generell ist die absolute Intelligenz der Menschen schwer durch einen Test zu erfassen und zu vergleichen. Denn jeder hat wie gesagt seine Stärken woanders. Manch einer hat sie vielleicht nur noch nicht entdeckt.

Was ist Dummheit?

Intelligenz und Dummheit wird in verschiedenen Kulturen anders wahrgenommen und definiert.

Als dumm gelten in der westlichen Gesellschaft Menschen die wenig zusammenhänge verstehen, sehr langsam denken. Sich kaum etwas merken können. Dieselben Fehler ständig wiederholen.
Was sich sehr nach einem Stereotyp-Kiffer anhoert, ist in Wirklichkeit ein dummes gesellschaftliches altes Sichtfeld auf Mitmenschen.

Zum Glück sind diese alten Gesellschafts-Vorurteile langsam überholt, denn in diesem Zustand kann jeder Mensch mal sein und sei es, wenn man nur müde oder sehr überfordert ist.
Diese Symptome treten auch oft im Zusammenhang mit bestimmten Situationen auf. In einer Depression oder einem Burnout z. B. kann man sich wenig merken, das Denken ist nicht klar, der Kopf zu voll. Dies kann jeden treffen und sagt nichts über den IQ und schon gar nichts über die wahre Intelligenz des Menschen aus.

Als wirklich dumm könnte man jedoch Lebensformen betrachten, die ihre Intelligenz selten intelligent nutzen. Lebewesen die sich, anderen und ihrer Natur bewusst Schaden zufügen. Menschen die kaum über Konsequenzen des Handelns nachdenken. Menschen, die Geld und Macht über Gesundheit, Menschlichkeit und Liebe stellen.

Mit anderen Worten wirklich dumm ist nur wer dummes tut.
Und dummes tuen wir alle mal

also

Dumm ist der, der dummes „bewusst“ tut.

Und dies wiederholt.

Intelligenz und die Ausmaße des Gehirns.

Wir in unserer westlichen Welt, malen uns sehr intelligente Lebewesen z. B. Außerirdische gern mit großen Köpfen aus. Doch viele Hirnforscher sind sich einig, das zumindest unser menschliches Gehirn in einer größeren Ausgabe keinen Sinn ergeben würde.
Ein größeres Gehirn würde keinerlei Vorteile bringen. Man geht davon aus, dass wir Menschen nie größere Köpfe und Gehirne entwickeln werden.
Zum einen nutzen wir jetzt bei weitem noch nicht das volle Potenzial unseres Gehirnes.
Zum anderen würde die Signalübertragung im größeren Gehirn nur noch länger und komplizierter werden.

Ein großes Gehirn sagt auch nichts über Intelligenz aus.
Unser Gehirn wird wahrscheinlich niemals größer aber deutlich effektiver werden. Es ist ein unendlich erweiterbares Komplettpaket.

Die kollektive Intelligenz der Menschheit

Momentan bezeichnen wir hohe Intelligenz  allgemein als etwas, was sich seiner selbst bewusst ist. Als die Fähigkeit zu abstrahieren und Gedanken miteinander zu verknüpfen. Etwas das sich weiterentwickeln kann, seine eigene Evolution vorantreiben kann. Als kollektiv betrachtet bezeichnen wir uns Menschen als hohe Intelligenz, weil wir keine vergleiche nach oben hin haben. Intelligent sind jedoch alle Lebewesen.

Geht man rein von der Evolution aus, so ist der Sinn des Lebens das Leben selbst. Also der Erhalt des Lebens. Aber wer oder was möchte das, dass Leben erhalten bleibt? Wer hat dies so bestimmt oder programmiert. Wer oder was hat den Funken der Evolution entfacht. Dies müsste doch eine sehr hohe Intelligenz gewesen sein.

Und warum brauchen wir Menschen eine hohe Intelligenz? Wir sind schon lange an der Spitze der Nahrungskette.

Eine hohe Intelligenz spielt doch überhaupt keine Rolle beim Erhalt des Lebens. Denn auch weniger Intelligenz würde das menschliche Leben erhalten. Allein der Sexualtrieb und die lebenserhaltenden Instinkte und Funktionen würden das menschliche überleben sichern können. Also ein deutlich geringeres Maß an Intelligenz, als wir es jetzt besitzen, würde schon ausreichen. Und unser momentanes Level an Intelligenz scheint nicht unbedingt viele Vorteile für die Natur zu bringen, oder es ist einfach noch nicht genug entwickelt.

In jedem Fall, wirft es die Frage auf ob, hohe Intelligenz die Krone der Schöpfung ist oder ob hohe Intelligenz Ziel der Evolution ist. Vor allem, da hohe Intelligenz falsch eingesetzt ziemlich destruktiv sein kann und seine Natur aus dem Gleichgewicht bringt. Oder ist es keine hohe Intelligenz wenn es destruktiv handelt?

Eine Lebensform die so fortschrittlich wäre bis zur Erde zu reisen, würde uns angesichts dessen, wie wir mit Gesundheit, Natur und Erde zurzeit umgehen, Moment wahrscheinlich als „nicht sehr intelligent“ betrachten und zum eigenen wohle weiterfliegen. Vielleicht sind wir Intelligenz mäßig als Gesellschaft gerade auf dem stand eines bockigen Kleinkindes, was alles sofort haben möchte, sich nichts einteilen kann und keinen Gedanken an Morgen verschwendet.

Doch ich bin sicher, das dieses Kapitel der Menschheit noch lange nicht geschlossenwerden kann. Auch wenn der Trend momentan nicht gerade darauf schließen lässt, dass wir in 500 Jahren friedlich gemeinsam zusammenleben und das Universum bereisen, bin ich sicher das wir doch die Kurve kriegen werden und uns mit Hilfe unserer Herzens-Intelligenz als Spezies weiterentwickeln werden. Und die Zeitalter der Ausbeutung hinter uns lassen werden. Es ist Abseits der normalen Medien auch genug positives im wahren leben zu sehen, was einen an die Intelligenz der Spezies Mensch glauben lässt.

Und wir alle können Veränderung, denn es gibt keine absolut dummen und keine absolut intelligenten Menschen wir sind alle vielseitig. Es gibt nur Menschen die in dem oder in jenem besser sind. Der Unterschied ist einzig, dass viele ihr Potenzial noch nicht finden, weil sie noch nicht genug ausprobiert haben. Manche, gewisse Beeinträchtigungen haben. Manche zu Faul, zu ignorant oder zu Egobehaftet sind und manche einfach dumm handeln.

Intelligenz ist relativ. Das Empfinden von Intelligenz abweichend. Intelligenz vielseitig und verschiedenartig.

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