Was das komplexe Thema Glück angeht hat sich meine Meinung im Laufe der Jahre durch verschiedene Erlebnisse geändert.

Im wesentlichen bin ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen.

Glück ist kein Dauerzustand den man einmal erreicht und dann dauerhaft hält. Glück ist mal mehr mal weniger da und abhängig vom eigenen Empfinden in der jeweiligen Situation. Es bedarf einigen Grundvoraussetzung um es zu empfinden,

Wie zum Beispiel Bewusstheit und die richtige Gehirnchemie. Innere Gedanken und äußere Einflüsse wie z.b Nahrung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Psyche und das “mindset” sind dabei aber besonders essenziell und nicht vordergründig das Konto oder besonders viele andere äußere Faktoren. Auch schwankt das Empfinden was Glück und Besitz betrifft.

Mindset = die Einstellung und Programmierung im Kopf, Blickwinkel, Gedanken, Sichtweisen, Ansichten.

Warum ein bestimmter Wohlstand bis zu einem bestimmten Level dennoch wichtig ist, möchte ich anhand von meiner momentanen Situation erklären.

Es gibt z.b Tage da bin ich von meiner Wohngemeinschaft genervt und wünsche mir eine neue Wohnung. Doch meistens bin ich dort total glücklich und dankbar so zentral zu wohnen, mein Fitnessstudio den Markt, den coolen Mitbewohner und alles weitere vorteilhafte zu haben, was ich nicht verlieren möchte. Meistens habe ich die Wohnung für mich alleine.

Es gibt heute auch öfters mal Momente da kann ich mein Glück kaum fassen und bin überwältigt von allem.

Noch vor ein paar Jahren dachte Ich, Ich müsste unbedingt Reich werden oder als Plan B zumindest studieren und nen gut bezahlten Job annehmen, um glücklich zu werden.

Ich war damals nicht stetig unglücklich aber deutlich weniger glücklich als Heutzutage.

Mir war garnicht bewusst, wie wenig entscheidend Besitz für mein Glück ist. Ich dachte ich brauche unbedingt endlich viel Geld, Eigentum, Besitz. All das was uns die Kapitalgesellschaft täglich mit Glück assoziieren will. Ein großer Fehler dies zu glauben.

Du musst Geld ausgeben um glücklich zu sein.

Du musst Eigentum besitzen um glücklich zu sein.

Du musst dieses und jenes haben um glücklich zu sein.

Das sind die falschen Grundvorstellungen die vielen Menschen auf der Suche nach Glück zum Verhängnis werden.

Nein – Man braucht nicht ständig Geld auszugeben. Nicht zu sparen und kein Haus zu besitzen, um glücklich zu sein.

Absolut nicht!

Sogar das Gegenteil ist dem Glück oftmals dienlicher.

Mit jedem weiteren Besitz kann der Stress wachsen. Die Liebe zu Gegenständen ist eine Einbahnstraße die schnell versiegt.

Besonders hinderlich sind die Heutzutage so beliebten Anschaffungen auf Kredit.

Einer Schuld hinterherzulaufen, ist eine große Hürde dabei, öfter und langanhaltend Glück zu empfinden.

Wie arm kann man sein um glücklich zu sein?

Armut macht es schwerer zufrieden zu sein. Aber großer finanzieller Reichtum macht es nicht automatisch viel besser.

Ich kann es mir auch vom logischen her kaum vorstellen. Und auch die Menschen die ich kenne die keine Geldsorgen haben oder gar Reich sind, haben andere Sorgen, sind genauso gestresst, traurig und unzufrieden wie jeder andere auch hin und wieder.

Wieviel Geld macht glücklich?

Finanziell gesehen ist absolut entscheidend, dass die Grundbedürfnisse eines Menschen gestillt sind und man nicht stetig nur verzichten muss, um es sich leichter zu machen, Glück öfter zu empfinden.

Klar ist beim Verzicht der Anspruch entscheidend.

Aber der Anspruch an wahrem Glück ist kaum käuflich. Ein voller Magen, Bildung und ein Dach überm Kopf, können als Basis absolut genügen um die glücklichsten Leben zu ermöglichen. Der Rest ist die innere Welt des Individuums.

Wäre finanzieller Wohlstand ein entscheidender Faktor für Glück, dann würde die westliche Welt schon längst von Flüchtlingen überrannt worden sein.

Nein die Menschen hier in Europa und in Nordamerika sind nicht glücklicher als Menschen in anderen, ärmeren teilen der Erde.

Wahrscheinlich sind wir aber glücklicher als jene die so arm sind, das sie ihre Grundbedürfnisse nicht stillen können. Also einen Mangel an Essen, Trinken und Schutz haben.

Die Grundbedürfnisse müssen gestillt sein. Von da an macht es keinen Unterschied ob man 500, 1000, 5000 oder 20000 im Monat zusätzlich hat. Man kann ab diesem Punkt, enorm viel Glück entfachen und empfinden.

Auch eine Beschäftigung ist ein wichtiger Glücksfaktor.

Ich möchte nach wie vor irgendwann etwas meiner Ideen umsetzen aber der große Unterschied ist, das ich es jetzt nicht aus einem Gefühl des Mangels an Glück machen werde und es keinen Drang danach gibt, eine innere Leere durch Erfolg, Bestätigung, Anerkennung oder Geld füllen zu wollen.

Ich weiß jetzt, egal was ich habe, ich werde nicht viel mehr oder weniger glücklich sein als jetzt, denn meine Grundbedürfnisse sind mehr als gestillt, ich kenne mich und meine Leidenschaften und Hobbies. Ich reise hin und wieder ein bisschen und wenn ich frei habe bin ich oft sehr glücklich in der Natur unterwegs. Ich mache Sport wenn mir danach ist, treffe ab und zu interessante Menschen und habe gute Freunde.

Auch habe ich einen Job bei dem ich geachtet und respektiert werde und wo ich viel Spaß habe und meine Arbeit wichtig ist.

Hobbies, ein soziales Leben, stressabbauende Massnahmen und eine Beschäftigung, die mindestens zu 60 Prozent Spass bereitet. Diese Dinge sind (auch kostenfrei zu bekommende) Glücks-Garanten nach den Grundbedürfnissen.

Klar mehr geht auch immer im unzufriedenen Geiste. Das Level ist nach oben hin bei vielen offen 700 Euro können manchem genug oder zu wenig sein genau wie 1000 , 2000 , 5000, 20000, 1000000000, dies ist weitestgehendst Glücks unabhängig. Der Lebensstil ist individuelle Sache nach Deckelung der Grundbedürfnisse. Doch wer z.b mit 1000 Euro zusätzlich auf dem Konto kein Glück empfindet der empfindet es auch mit 10000 nicht.
Wer nur beim Geldausgeben oder sammeln glücklich ist, der ist nicht wirklich glücklich.

Ich gehe Kompromisse ein. So wohne ich zum Beispiel in einem sehr kleinen Zimmer.

Selbst wenn ich mich manchmal nach mehr Platz sehne, es reicht völlig aus um glücklich sein zu können.

Mir bleiben nach Abzug Miete 800 Euro. Das ist mehr als meine Grundbedürfnisse und Hobbies benötigen. Mehr als genug.

Ich habe enorm viel. Ich kenne mich mittlerweile selbst gut genug um zu wissen was ich selbst für mich brauche um glücklich zu sein und ich weiß, es würde sich mit vielmehr Geld nicht viel daran ändern.

Vielleicht noch ein Häuschen in den Bergen und am Meer ok. Ich würde andere auch mehr finanziell unterstützen und könnte ein paar Ideen schneller umsetzen. Aber das eigene Empfinden ist das wichtigste und die tägliche Selbstbeobachtung.
Was brauche ich gerade was kann ich tun um heute oder jetzt gerade in diesem Moment glücklich zu sein.

Und das ist meistens garnicht so viel wie wir denken.

Die schönsten Dinge im Leben sind sowieso Geld unabhängig zu bekommen.

Ein Haus ist, so wie jeglicher Besitz, auch immer mit Stress verbunden. Es bedarf viel Pflege und weiterer Kosten und kann so einige Sorgen bereiten. Es ist immer Abwägungssache und nicht jeder Traum ist am Ende tatsächlich die Erfüllung von der wir glaubten sie bringt uns viel und lange Glückseligkeit. Alles hat zwei Seiten.

Was nicht bedeuten soll das es falsch ist zu träumen und darauf hin zu arbeiten. Nein dies sind sogar grosse Glücksfaktoren. Vielmehr ist auch der Weg das Ziel. Es ist einfach nur nicht richtig diese Träume und Ziele automatisch mit viel und langanhaltendem Glück in Verbindung zu bringen.

Unter anderem auch weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist und sich Gegebenheiten, Sichtweisen und Bedingungen rasch ändern „können“ im Leben.

Großer finanzieller Reichtum bringt finanziell mehr Sicherheit aber sonst nichts von all den vielen individuellen Faktoren die z.b mich glücklich machen.

Und finanziell sicher fühle ich mich auch bei 500 Euro nach Abzug Miete.
Ob man viel Besitz hat oder nicht. Man hat es immer selbst in der Hand. Man kann an den tollsten Stränden die depressivsten Gefühle haben. Und in der dunkelsten Kellerwohnung auch enorme Glücksgefühle selbst erzeugen.

Man muss sich selbst stetig neu entdecken und kennenlernen und dazu eben bewusst und ehrlich zu sich sein so oft man kann.

Das Bedarf Training und ist nicht immer leicht. Zurzeit überwiegen die glücklichen Zeiten. Ich weiß es gibt auch Mal wieder andere Tage und es können noch viele Krisen kommen, egal ob ich arm oder reich oder im Mittelstand bin. Aber ich bin gut gewappnet habe bisher viel gelernt psychologisch, kenne meine Macken und Baustellen und sehe mich handwerklich gut ausgerüstet um auch zukünftig Krisen wieder in Hochzeiten umzuwandeln und verarbeiten zu können.

Kann Manglücklich sein und dennoch stetig die Missstände betrachten und kritisch sein?

 

Es gibt natürlich noch viel zu lernen und zu tun. Mich ereilen auch Momente der unzufriedenheit in denen ich hier und da nach mehr und besser und schneller strebe und gutes noch mehr verbessern will und ungeduldig bin und vergesse, wie viel enorm wertvolles ich bereits habe. Das raubt mir dann auch teils Glücksmomente. Mein mindset ist natürlich auch nicht immer nur perfekt. Und auch mit Stress möchte ich noch besser umgehen lernen usw. Auch ich habe das Glück nicht dauerhaft gepachtet.

Aber ich kenne mich mittlerweile recht gut und die Wege es wieder und wieder in mir zu entfachen. Die Innere aber auch die äussere Welt ist dafür wichtig. Das Umfeld zählt ebenso und es ist entscheidend dass man das bestmögliche dafür tut, sich so oft es geht wohlzufühlen.

Es geht darum dass bestmöglichste Umfeld für die bestmöglichen Entscheidungen zu schaffen. Im eigenen Kopf und Körper als Individuum und auch in der Gesellschaft für das Kollektiv.

Klar kann man nicht alles ändern in der Welt. Aber man kann seine Gedanken sein Zuhause seine sozialen Kontakte usw anpassen so gut es geht. Dinge ändern die man ändern kann und gleichzeitig aufhören die Probleme woanders zu suchen.

Wer ständig die Politik, die Arbeit oder das Umfeld für seine Sorgen verantwortlich macht, der wird nie glücklich sein. Einfach auch deshalb, weil wir nicht alles ändern können und es nie perfekt sein wird.

Veränderungen vorantreiben und unterstützen und dennoch im hier und jetzt glücklich sein, ist absolut möglich und kein Widerspruch.

Wann sind wir zufrieden?

Ständig nur wollen und streben macht auch nicht glücklich. Es lenkt eher vom Glück ab.

Der Mensch will von Natur aus immer mehr und besseres. Das fördert die Entwicklung. Es muss aber im Sinne der Mehrheit geschehen und dieser Zustand und dieses stetige mehr wollen kann niemals allein, persönlich glücklich machen.
Glücklich wird man nur, wenn Man unter anderem auch Mal sieht, was Man alles hat und wahre Dankbarkeit, Genügsamkeit sowie Demut empfinden kann, ohne sich selbst etwas vorzumachen.
Wir können wirklich enorm dankbar sein das wir in Deutschland aufgewachsen sind. Uns geht es besser als dem Großteil der Welt. Viele sehen daß leider nicht und oder vergleichen sich mit dem reichen Nachbarn und denken fälschlicherweise, der ist viel glücklicher aufgrund seines Wohlstandes.

Bis auf die wenigen Grundbedürfnisse ist glücklichsein Kopfsache. Ein Moment zwischen vielen anderen Gedanken in dem Streben nach Verbesserung und dem Genuss von dem was man alles hat. Seine Träume verfolgen ist auch wichtig. Fast so wichtig wie Ängste überwinden und Gefühle betrachten und verarbeiten z.b. Aber jenes allein erzeugt kein Glück.

Nicht selten sind z.b beruflich erfolgreiche Menschen, sehr unglücklich und unzufrieden, depressiv oder sonst wie geschädigt.

Was bedeutet Erfolg für dich?

Was ich unter Erfolg verstehe und Warum finanziell erfolgreiche Menschen trotz allem oft bessere Grundvoraussetzung haben Glück zu empfinden als viele Hartz 4 Empfänger, im zweiten Teil.

156 Total Views 6 Views Today

Das könnte dich auch interessieren